Sicherheit
Kanton informiert Dienstleistende mit Flyer über Zivilschutz und Arbeitgeber

Ab sofort erhalten Zivilschutzdienstleistende in der Grundausbildung einen Informationsflyer. In diesem werden die Auswirkungen der Zivilschutzdienstpflicht auf die Arbeitgeber erläutert.

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Zivilschutzdienstleistende im Aargau erhalten neu einen Flyer des Kantons.

Zivilschutzdienstleistende im Aargau erhalten neu einen Flyer des Kantons.

zvg

Die Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz des Kantons Aargau hat mit Unterstützung durch den Aargauischen Gewerbeverband sowie der Aargauischen Industrie- und Handelskammer einen Informationsflyer zum Thema Arbeitgeber und Zivilschutz erarbeitet, wie das Staatssekretariat mitteilt. Der Flyer informiert über die Aufgaben des Zivilschutzes, die Diensteinsätze sowie die Aufgaben des Arbeitgebers.

Alle Schweizer Männer, die schutzdiensttauglich sind und keinen Militär- oder Zivildienst leisten, sind verpflichtet vom 20. bis zum 40. Lebensjahr Zivilschutz zu leisten. Schweizer Frauen sowie Ausländerinnen und Ausländer können sich freiwillig melden. Die Angehörigen des Zivilschutzes müssen einem Aufgebot des Kantons oder ihrer Zivilschutzorganisation Folge leisten, ansonsten droht ihnen ein Strafverfahren.

So sieht der Informationsflyer aus.

So sieht der Informationsflyer aus.

ZVG

Dienstleistende müssen freigestellt werden

Die Zivilschützenden werden in der Regel bis Ende Oktober orientiert, wann sie im Folgejahr Dienst leisten müssen. Die definitiven Aufgebote erhalten sie mindestens sechs Wochen vor dem Dienst. Für die Arbeitgeber bedeutet das folglich, dass sie die Angehörigen des Zivilschutzes für ihre Einsätze freistellen müssen. Als Gegenleistung erhalten sie eine Erwerbsausfallentschädigung (EO) in der Höhe von 80 Prozent des Lohns des Zivilschutzleistenden.

Wird der Zivilschutzdienstleistende dringend im Betrieb gebraucht, kann er ein Dienstverschiebungsgesuch stellen. Ein solches Gesuch kann jedoch nicht gestellt werden, wenn es sich um einen Einsatz aufgrund einer Katastrophe, Notlage, schweren Mangellage oder eines Grossereignisses handelt.

Sobald der Zivilschutzleistende das Aufgebot erhält, muss er den Arbeitgeber über die bevorstehenden Abwesenheiten informieren. Nach dem Einsatz erhalten die Angehörigen des Zivilschutzes eine sogenannte EO-Anmeldung, die dem Arbeitgeber übergeben wird. Dieser muss schliesslich das ausgefüllte Formular an seine Ausgleichskasse schicken, die dann die Auszahlung veranlasst.