Der Kanton Aargau will die Personaladministration seiner 14'500 Lehrerinnen und Lehrer künftig mit Hilfe eines eigenen Informatiksystems abwickeln. Dazu beantragt die Regierung beim Parlament einen Kredit von 2,6 Millionen Franken.

Das Projekt nennt sich «Administration Lehrpersonen der Schule Aargau» (ALSA) und soll 2015 betriebsbereit sein. Die Lohnsumme, die damit verwaltet wird, beträgt jährlich 975 Millionen Franken. Das entspricht fast einem Fünftel der gesamten kantonalen Ausgaben.

Heute würden die damit verbundenen Prozesse noch weitgehend mit Excel-Formularen und E-Mails abgewickelt, begründet die Regierung in ihrer am Freitag veröffentlichten Botschaft das Kreditbegehren. Die Daten würden an einem Ort erfasst und erst am anderen manuell in ein zentrales System eingegeben.

Das sei bei weitem nicht mehr zeitgemäss, findet die Aargauer Regierung und räumt auch ein, dass das bisherige System stark fehleranfällig sei.

Mit dem neuen ALSA-System stünden die Daten der Lehrpersonen künftig sowohl den Gemeinden als auch dem Kanton zur Verfügung.

Eingebaut in das neue Informatik-Projekt wird ein Kontrollsystem, welches die Zahl der bewilligten und die Zahl der eingesetzten Lektionen miteinander vergleicht.

Setzt eine Gemeindeschule zu viele Lektionen ein, kann der Kanton die Mehrkosten nachvollziehen und in Rechnung stellen.

Die jährlichen Betriebskosten für ALSA betragen laut regierungsrätlicher Botschaft knapp 200'000 Franken.

Dieses Geld soll mit einem Stellenabbau im Bereich Personaladministration von Lehrpersonen im Departement Bildung, Kultur und Sport kompensiert werden.

Weil im System sensible Informationen wie Lohndaten gespeichert werden, will man dem Datenschutz bei der Realisierung grosse Aufmerksamkeit schenken. (sda)