Das Amt für Verbraucherschutz des Departements Gesundheit und Soziales der parteilosen Regierungsrätin Franziska Roth ist derzeit in zwei kantonseigenen Gebäuden in Aarau untergebracht.

Das 105-jährige Laborgebäude befindet sich in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand, wie der Regierungsrat in seiner am Freitag publizierten Botschaft an den Grossen Rat schreibt.

Auch reichten die vorhandenen Platzverhältnisse vor Ort zur Durchführung der geforderten Untersuchungen nicht aus. Eine Sanierung sei im laufenden Betrieb weder betrieblich noch wirtschaftlich zweckmässig. Der Regierungsrat entschied, das gesamte Amt für Verbraucherschutz unter einem gemeinsamen Dach unterzubringen.

Das sich im Eigentum des Kantons befindliche Areal des Bildungszentrums Unterentfelden (BZU) ermögliche eine Lösung für den Neubau des Amts für Verbraucherschutz, die sofort geplant und zeitnah realisiert werden könne, heisst es weiter.

Der Zeitplan sieht vor, dass im Dezember 2020 das Bauprojekt mit Kostenvoranschlag auf dem Tisch liegt. Die Bauarbeiten sollen 2022 beginnen.

Kompetenzzentrum

Das Amt für Verbraucherschutz, das früher Kantonslabor hiess, ist das kantonale Kompetenzzentrum für die Kontrolle der rund 8000 Lebensmittelbetriebe, 270 Trinkwasserversorgungen sowie der 1000 Chemie- und 3400 Landwirtschaftsbetriebe.

Durch risikobasierte Inspektionen und gezielte Untersuchungen von Proben im Labor sowie sofortiges Einschreiten im Ereignisfall schütze es den Menschen vor gesundheitsgefährdenden Lebensmitteln, Chemikalien und Organismen, heisst es in der Botschaft des Regierungsrats.

Auch stelle es die artgerechte Haltung und Gesundheit der Tiere im Kanton Aargau sicher. Die Kontrolltätigkeit des Amts für Verbraucherschutz ermögliche zudem den internationalen Waren- und Tierverkehr.