Die mit "mobilitätAARGAU" bezeichnete Strategie zeige die Stossrichtung der kantonalen Verkehrspolitik für die nächsten zehn Jahre mit einem Planungshorizont bis 2040 auf, schreibt die Regierung in ihrer am Freitag veröffentlichten Botschaft an das Kantonsparlament. Der neue Bericht ersetze die Strategie aus dem Jahr 2006, die in vielen Punkten weniger konkret gewesen sei.

In das aktuelle Strategiepapier flossen eine Reihe von neuen Erkenntnissen. Es handelte sich dabei vor allem um das revidierte Raumplanungsgesetz des Bundes, die entsprechende Anpassung des Aargauer Richtplans sowie aktuelle Bevölkerungs- und Verkehrsprognosen.

Durch die neue Festlegung des Siedlungsgebiets und dessen Innenentwicklung brauche es eine Abstimmung zwischen Raumentwicklung und Verkehrsangebot, schreibt die Regierung in ihrer Botschaft. Die neue Strategie setze deshalb gezielt räumliche Akzente und differenzierte Ziele für einzelne Verkehrsmittel in den verschiedenen Raumtypen.

Die Strategie definiert für die Aargauer Verkehrspolitik der Zukunft drei verschiedene Stossrichtungen. Bei der Stossrichtung I geht es darum, das Verkehrsangebot mit dem Raumkonzept Aargau abstimmen.

Die Stossrichtung II betrifft die Förderung der effizienten, sicheren und nachhaltigen Nutzung des Verkehrsangebots. Stossrichtung III definiert, wie Verkehrsinfrastrukturen ökologisch und ökonomisch ausgewogen gebaut, betrieben und erhalten werden sollen.

In der Vernehmlassung wurde die neue Mobilitätsstrategie vorwiegend positiv aufgenommen, wie die Regierung mitteilt. Alle drei Stossrichtungen hätten hohe Akzeptanzraten erfahren. Es hätten aufgrund der Anhörung keine Änderungen an den Stossrichtungen, Zielen und dazugehörigen Strategien vorgenommen werden müssen. Der Grosse Rat soll sich noch dieses Jahr über das Papier äussern.