Scherzkeks
Kanal K schenkt Susanne Hochuli Lebkuchen-Radio – wegen Billag-Gebühr

Eigentlich war sie einfach für den Tag der offenen Tür von Kanal K eingeladen. Klar, dass Susanne Hochuli dann aber vor allem auf ihre nichtbezahlte Billag-Gebühr angesprochen wurde. Dabei erzählte sie, wie sie ihre Geräte empfangsuntauglich machte.

Janine Müller
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Ein Lebkuchen-Radio von Kanal-K-Gründer Lukas Weiss (r.) für Susanne Hochuli.

Ein Lebkuchen-Radio von Kanal-K-Gründer Lukas Weiss (r.) für Susanne Hochuli.

Janine Müller

Susanne Hochuli nimmt den charmanten Seitenhieb von Kanal K mit Humor. Sie lacht herzlich, als ihr Lukas Weiss, Mitbegründer von Kanal K, ein Radio aus Lebkuchen überreicht. Und Kanal K beweist auch, dass die Vorlieben von Susanne Hochuli bekannt sind.

Denn das Lebkuchen-Radio, mit Süssigkeiten verziert, hat keine Antenne; ist folglich nicht empfangsbereit und somit muss Susanne Hochuli auch damit keine Billag-Gebühren bezahlen. Denn dagegen wehrt sich die Grüne vehement. Eigentlich wollte man mit Regierungsrätin Susanne Hochuli nur den Tag der offenen Tür von «stage on air«, dem Programm für vorübergehende Beschäftigung, feiern.

Klar, dass aber die Debatte um die nicht-bezahlte Billag-Gebühr der Regierungsrätin im Mittelpunkt stand. Sie gab dann auch offen Auskunft darüber, wie sie ihre Geräte zu Hause empfangsuntauglich gemacht hat: Den Knopf für den Auto-Radio habe sie eingekleistert, und zu Hause habe sie dem CD-Player die Radio-Antenne abgerissen.

Kanal K und «stage on air» haben aber noch eine weitere Überraschung vorbereitet: Susanne Hochuli soll doch noch ein richtiges Radio erhalten. Denn das ist so Brauch bei Kanal K. Jeder Interview-Gast erhält eines. Auf die Mediennutzung von Susanne Hochuli wolle man aber Rücksicht nehmen – und ihr nur ein kleines (aber empfangsbereites) Radio schenken.

Wird sie es zu Hause verstauben lassen? Oder dem kleinen Radio auch die Antenne rausziehen? Weder noch. «Ich werde es verschenken», sagt Susanne Hochuli – und bleibt so ihrer Linie treu.