Mietwohnungen

Kampf gegen Leerwohnungen: Ständerat Philipp Müller fordert radikalen Baustopp

Der Reinacher FDP-Ständerat Philipp Müller hat einen radikalen Vorschlag, wie der Bauboom gestoppt werden könnte.

Der Reinacher FDP-Ständerat Philipp Müller hat einen radikalen Vorschlag, wie der Bauboom gestoppt werden könnte.

Wegen des anhaltenden Baubooms herrscht in der Region grosser Leerwohnungsstand. Am Mittwoch machte der Reinacher FDP-Ständerat Philipp Müller im «Blick» einen radikalen Vorschlag, wie der Bauboom gestoppt werden könne.

In vielen Gemeinden sorgen sich die Leute über die Auswirkungen des Baubooms, den hohen Bestand an Leerwohnungen. Gemessen wird er unter anderem mit der Leerwohnungsziffer, dem Anteil der leerstehenden Wohnungen am Gesamtbestand. Wie die AZ gestern berichtete, stand in Buchs am 1. Juni jede 13. Wohnung leer. Sogar noch leicht grösser war die Leerwohnungsziffer in Staffelbach.

Ebenfalls gestern machte der Reinacher FDP-Ständerat Philipp Müller im «Blick» einen radikalen Vorschlag, wie der Bauboom gestoppt werden könnte: Der Generalunternehmer forderte Investoren und Firmen auf: «Hört auf mit dem Bau von Mietwohnungen in Gegenden, wo die Leerstandsziffer höher als zwei Prozent ist.»

Der gelernte Gipsermeister und ehemalige Generalunternehmer befürchtet angesichts der hohen Leerstände Schlimmes: «Die Preise werden sinken, und die Konjunktur kommt unter Druck, denn in der Vergangenheit war die Baubranche oft jene Branche, welche eine Rezession eingeleitet hat.»

Mit der nachfolgenden Tabelle (mit den 20 höchsten Werten; es gibt noch mehr über 2) zeigt die AZ auf, was Müllers «Über-zwei-Prozent-Moratorium» in der Region Aargau West für Auswirkungen hätte.

Wenn der Mietwohnungsbau gestoppt würde, gäbe es in vielen Dörfern kaum noch Baukrane und Bauarbeiter. Das gilt insbesondere auch für das Wynental: Neben Reinach, der Wohngemeinde von Müller, käme der Bau in Menziken, Teufenthal sowie Ober- und Unterkulm zum Erliegen.

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