Am Chorplatz in Zofingen haben Saatkrähen wiederholt zu Beschwerden von Anwohnern geführt. Die Vögel hinterlassen ihren Kot auf dem Platz und machen Lärm. Auch in anderen Städten ist die Ausbreitung von Saatkrähen ein bekanntes Problem. Doch einfache Lösungen gibt es nicht. Verschiedene Methoden haben in Zofingen keine Wirkung gezeigt oder konnten wegen störender Spiegelungen gar nicht erst eingesetzt werden.

Nun soll eine Uhu-Attrappe die Vögel vertreiben, denn der Uhu ist ein natürlicher Feind der Saatkrähe. In der Stadt Bern wird die Methode seit mehreren Jahren genutzt. Damit sie erfolgreich ist, müssen sich die Flügel der Attrappe allerdings in möglichst unregelmässigen Abständen bewegen. Dafür gibt es eine Zugvorrichtung, die betätigt werden muss. Anwohner und Passanten sind aufgefordert, im Vorbeigehen am herunterhängenden Seil zu ziehen. "Das ist der Schlüssel zum Erfolg", erzählt Heidi Schlosser von der Fachstelle Natur und Landschaft. "Sobald die Krähen merken, dass es nur ein Plastikvogel ist, ist der Effekt dahin. Denn Krähen sind wahnsinnig schlau und kommunizieren miteinander."

Seit Montag wird die Attrappe nun in Zofingen in Zusammenarbeit mit der Fachstelle Natur und Ökologie der Stadt Bern getestet. Sie ist im Baum platziert und kostet rund 600 Franken.