Die Aargauerin Morena Diaz (25) wurde im letzten Jahr landesweit bekannt: Zahlreiche Medien berichteten über ihren Kampf gegen den Schönheitswahn. Jetzt hat sie der "Beobachter" als eine von acht Kandidatinnen und Kandidaten für den Prix Courage nominiert. 

Vor einigen Jahren fühlte sich Morena Diaz, vor kurzem von Oberentfelden nach Aarburg umgezogen, selbst zu dick, trotz normalem Gewicht. Sie verfiel dem Fitnesswahn. Hungerte für ein ungesundes Körpergewicht. Vor dreieinhalb Jahren sprach sie dann aber ihre Essstörung bewusst auf Instagram an. Feedbacks von anderen auf dem soziale Netzwerk halfen ihr, ihre Krankheit in den Griff zu kriegen. 

Seither postet sie auf Instagram Fotos, die sie etwa im Bikini am Strand zeigen. Es ist ihr egal, dass man ihre Rundungen sieht. Im Gegenteil: Sie strahlt dabei Selbstbewusstsein aus, lächelt in die Kamera. Ihr Ziel: Gegen das falsche Schönheitsideal kämpfen. Allen Mut machen, die daran leiden, diesem nicht zu entsprechen. Daran hält sie fest, auch nachdem sie als Primarlehrerin in Erlinsbach ihre erste Schulklasse erhielt. 

Diaz gilt heute als Aushängeschild der Body-Positivity-Bewegung für ein gesundes Körperbild. Auf Instagram folgen ihr 74'000 Personen. Sie führt einen Blog und hält zusammen mit einer Präventionsstelle des Berner Inselspitals Vorträge. Und ihren Körper will sie auch in Zukunft auf Instagram zeigen. Auch Hasskommentare haben sie davon nicht abhalten können. 

(pz)

Morena Diaz über die Anfänge ihrer eigenen Probleme mit dem Körper

Morena Diaz über die Anfänge ihrer eigenen Probleme mit dem Körper (14. Februar 2018)

Morena Diaz über Fressattacken, Kontrollverlust und die Wende.

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