Heli-Diskussion
Juso-Mitglied Florian Vock fordert einen Staatshelikopter

«Wieso eigentlich das ganze Helirettungsgeschäft nicht verstaatlichen? Dann hört auch dieses ganze Konkurrenzgehabe auf», twittert Florian Vock, Geschäftsleistungsmitglied der Juso Schweiz und ehemaliger Präsident der Juso Aargau.

Angelo Zambelli
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Das Juso-Mitglied Florian Vock fordert einen Staatsheli.

Das Juso-Mitglied Florian Vock fordert einen Staatsheli.

Schweiz am Sonntag

Vock stösst sich daran, dass die Non-Profit-Organisation TCS über die Alpine Air Ambulance AG mit Unfällen und Krankheiten Geld verdienen will. Vock bezeichnet die Konkurrenz zwischen Rega und TCS als «Desaster für das Aargauer Gesundheitswesen.»

Die jetzige Regelung sei ineffizient und wenig sinnvoll. «Bei aller teilweise inszenierten, teilweise gerechtfertigten Kritik an der Rega: Die Rega ist sicher ohne Gewinnabsichten. Und das ist für mich eine notwendige Bedingung für die Qualität im Gesundheitswesen.»

«Es braucht klare Richtlinien»

Als Lösung schwebt Vock eine Organisation mit staatlichem Auftrag vor. Zentral sei die Qualität und die Effizienz in der Flugrettung.

Dazu brauche es klare Richtlinien, sagt Vock: «Ob ich von einem TCS- oder von einem Rega-Heli gerettet werde, ist mir völlig egal. Ich will aber, dass es schnell und professionell geht – und dass niemand an meinem Leid verdient. Zwei parallele Organisationen mit zwei parallelen Infrastrukturen kann einfach nicht die effizienteste Lösung sein.»

Am Beispiel des Heliknatschs zeige sich, so Vock, dass Wettbewerb nicht zwangsläufig zur besten Qualität führe. «Unter der Konkurrenzsituation leiden in erster Linie die Hilfesuchenden. Eine solche Situation bei Krankenautos würden wir zurecht nicht akzeptieren. Warum also sollen wir das bei der Flugrettung tun?»