Der Präsident der JUSO Aargau, Sascha Antenen, kritisiert das Verhalten der linken Gemeinderäte von Aarburg. Die «rechtspopulistische Hetze der rechtaussen Parteien» würde leider auch bei den beiden SP-Vertretern im Aarburger Gemeinderat verfangen.

Beim Namen werden diese von Antenen nicht genannt, es handelt sich dabei aber um Bruno Christen und Rolf Walser. Diese «scheinen die sozialdemokratischen Werte und Ideologien zu ignorieren», wie Antenen in einer Pressemitteilung der JUSO Zofingen zitiert wird.

«Die JUSO Zofingen sollte zuerst mit den Betroffenen reden, bevor sie uns angreift», sagt Bruno Christen. Dass sich der Gemeinderat von Aarburg gegen das Zentrum wehrt, habe nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun. «Wir haben nichts gegen Ausländer», sagt Christen im Gespräch. «Der Protest bezieht sich vor allem auf das unkameradschaftliche Verhalten des Kantons bei der Informationspolitik. Das wir von der Gemeinde erst so spät in Kenntnis gesetzt wurden, ist inakzeptabel.»

Kann man den Bedürfnissen der Kinder nicht gerecht werden?

Auch Rolf Walser äussert sich auf Nachfrage zu den Vorwürfen: «Ich stehe für eine menschenwürdige Asylpolitik ein. Grundsätzlich bin ich nicht gegen die Unterbringung von einer gewissen Anzahl Asylbewerbern in Aarburg.»

Das Hauptproblem sieht Walser aber in der Integration der zuziehenden Kinder, welche nicht mehr gewährleistet werden könne, denn: «Die Planungen für das kommende Schuljahr sind abgeschlossen und es bliebe nur noch Zeit für schnelle Lösungen und Improvisationen.» Somit könne man den Bedürfnissen der Kinder nicht gerecht werden.

Die Stadt habe seit jeher ihre humanitäre Pflicht erfüllt. Walser kritisiert wie Christen, dass der Kanton die Gemeinde zu spät informiert habe: «Der Kanton hätte rechtzeitig den Dialog mit uns suchen müssen. Das ist hier nicht geschehen und völlig unverständlich.» (fbi)