Parolen

Jungparteien in den Fussstapfen der Grossen

Die Frage der allgemeinen Wehrpflicht spaltet die Jungpolitiker wie keine andere. Die Bürgerlichen (Jungfreisinnige und JSVP) sehen die Vorlage als Angriff auf die Armee. Die Jungsozialisten erachten die allgemeine Wehrpflicht als nicht mehr zeitgemäss.

Die Wehrpflicht

Die Frage der allgemeinen Wehrpflicht spaltet die Jungpolitiker wie keine andere. Die Bürgerlichen (Jungfreisinnige und JSVP) sehen die Vorlage als Angriff auf die Armee. Die Jungsozialisten erachten die allgemeine Wehrpflicht als nicht mehr zeitgemäss.

Drei Jungparteien haben bereits ihre Parolen für die Wahlen vom 22. September gefasst. Dabei zeigte sich: Besonders an einer Initiative scheiden sich die Geister - alle Jungparteien haben sie entweder einstimmig angenommen oder abgeschmettert.

Ärzte- und Apotheker-Initiative: Sowohl die Ärzte-, als auch die Apotheker-Initiative haben bei den jungen Politikern einen schweren Stand: Alle drei Jungparteien empfehlen ohne grosse Umschweife, die Vorlage der Ärzte «Ja zur Wahlfreiheit» abzulehnen.

Die Apotheker dürfen sich indessen nicht zu früh freuen, denn auch ihre Initiative «Miteinander statt Gegeneinander» kommt bei den Jungen nicht gut an.

Einzig die Juso empfiehlt, die Apotheker-Initiative anzunehmen und das Selbstdispensationsverbot für die Ärzte damit in die Verfassung zu hieven. Im Grunde wollen die Jungparteien bei diesem Thema allerdings am Status quo festhalten.

Wehrpflicht-Initiative: Die Frage der allgemeinen Wehrpflicht spaltet die Jungpolitiker wie keine andere. Die Bürgerlichen (Jungfreisinnige und JSVP) sehen die Vorlage als Angriff auf die Armee mit dem Ziel, diese gänzlich abzuschaffen. Sie kennen kein Pardon und schicken die GSoA-Initiative einstimmig in die Wüste. Die Jungsozialisten auf der Gegenseite erachten die allgemeine Wehrpflicht als nicht mehr zeitgemäss. Daher empfehlen sie einstimmig, die Vorlage abzulehnen.

Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten: Auch bei dieser Initiative klafft ein riesiger Graben zwischen den Linken und den Bürgerlichen: Die Juso fürchtet, dass die Liberalisierung «nur eine Tür für weitere Liberalisierungen der Öffnungszeiten bis hin zur 24-Stunden-Gesellschaft öffnet». Daher lehnt sie die Initiative unisono ab. Die Bürgerlichen begrüssen die wirtschaftliche Lockerung hingegen und plädieren für ein Ja am 22. September.

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