Interpellation
Jetzt muss sich auch Aargauer Regierungsrat mit Affäre Geri Müller befassen

Die Selfie-Affäre um den Badener Stadtammann und Nationalrat Geri Müller hat jetzt auch das Kantonsparlament erreicht. Die SVP will mit der Interpellation Licht in die Sache um die polizeiliche Befragung von Müllers-Chatpartnerin in Baden bringen.

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In erster Linie will die SVP-Fraktion herausfinden, welche rechtlichen Grundlagen der so genannten Ingewahrsamnahme der Frau zu Grunde lagen.

In erster Linie will die SVP-Fraktion herausfinden, welche rechtlichen Grundlagen der so genannten Ingewahrsamnahme der Frau zu Grunde lagen.

AZ

Die Aargauer SVP-Fraktion im grossen Rat will Details zur Befragung von Müllers Chat-Partnerin.

In dem am Dienstag eingereichten Vorstoss stellt die Fraktion der Regierung nicht weniger als 15 Fragen. Der Regierungsrat werde höflich gebeten, die einzelnen Fragen separat zu beantworten, heisst es am Schluss der Interpellation. Die SVP-Fraktion wolle keine pauschalen Antworten.

In erster Linie will die SVP-Fraktion herausfinden, welche rechtlichen Grundlagen der so genannten Ingewahrsamnahme der Frau zu Grunde lagen. Weiter werden im Vorstoss Details über die Beschlagnahmung des Natels der Frau und über einen möglichen schriftlichen Rapport zur Einvernahme verlangt.

Die restlichen Fragen drehen sich darum, wie die Polizei die Selbstgefährdung der Frau eingeschätzt habe und warum sie mitten in der Nacht entlassen wurde.

Die polizeiliche Befragung von Müllers Chat-Partnerin durch die Polizei fand wenige Tage, bevor die Affäre publik wurde, in Baden statt. Wer die Frau nach Baden beorderte, ist nach wie vor unklar.

Geri Müller gab bei seinem öffentlichen Auftritt vor einer Woche in Zürich lediglich zu, dass er an jenem Tag die Kantonspolizei Bern informiert hatte, weil die Frau Suizid-Absichten ihm gegenüber ausgesprochen habe.