Jahresergebnis
Die Psychiatrischen Dienste Aargau schreiben trotz Corona schwarze Zahlen

Während die beiden Kantonsspitäler Aarau und Baden im Jahr 2020 einen Verlust verzeichneten, erwirtschafteten die Psychiatrischen Dienste Aargau (PDAG) 9 Millionen Franken Gewinn. Die Ebitda-Marge beträgt 10,2 Prozent.

Noemi Lea Landolt
Drucken
Teilen
Nach achtjähriger Planungs- und Bauphase ist im Mai 2020 das neue Hauptgebäude «Magnolia» der Psychiatrischen Dienste Aargau fertiggestellt worden.

Nach achtjähriger Planungs- und Bauphase ist im Mai 2020 das neue Hauptgebäude «Magnolia» der Psychiatrischen Dienste Aargau fertiggestellt worden.

Britta Gut

Die Psychiatrischen Dienste Aargau (PDAG) melden für das Coronajahr 2020 einem Umsatz von 162 Millionen Franken, einen Gewinn von 9 Millionen Franken (2019: 13 Millionen) und eine Ebitda-Marge von 10,2 Prozent (2019: 12,1 Prozent). Die PDAG sprechen in ihrer Medienmitteilung von einem «sehr erfolgreichen Geschäftsjahr» – trotz coronabedingt anspruchsvollem Jahr.

Die erarbeiteten Mittel würden für die Finanzierung der Infrastruktur-Erneuerung, Prozess-Digitalisierung, Angebotsentwicklung und für die Realisierung von Innovationen verwendet, heisst es in der Mitteilung.

Die wirtschaftliche Entwicklung sei abhängig vom weiteren Verlauf der Pandemie und deren Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit. Das Unternehmen habe die notwendigen Schritte eingeleitet, um Beeinträchtigungen bestmöglich entgegenzuwirken.

Mehr Patientinnen und Patienten behandelt

2020 sind in den PDAG 5246 Patientinnen und Patienten stationär und 15010 ambulant behandelt worden. Das sind mehr als 2019. Wie stark die Nachfrage nach psychiatrischen Behandlungen wegen Corona steigen werde, lasse sich noch nicht abschliessend beantworten, heisst es im Geschäftsbericht.

Fest stehe, dass die Pandemie und die damit verbundenen Schutzmassnahmen zu «tiefgreifenden Veränderungen im privaten, schulischen und beruflichen Leben führen und damit auch die psychische Gesundheit beeinflussen».

Während die Auslastung in der ersten Welle leicht zurückgegangen ist, sei in der zweiten Welle bereits wieder das Vorjahresniveau oder sogar ein Wachstum erreicht worden, heisst es im Geschäftsbericht.

Kantonsspitäler hatten schlechteres Geschäftsjahr

Der Kanton ist neben den PDAG auch Eigentümer der Kantonsspitäler Aarau (KSA) und Baden (KSB). Diese schrieben 2020 schlechtere Zahlen. Das KSB verzeichnet einen Verlust von rund 5 Millionen Franken und eine Ebidta-Marge von 5,1 Prozent. Beim KSA beläuft sich der Verlust im Geschäftsjahr 2020 auf 42,3 Millionen Franken. Die Ebidta-Marge liegt bei 0,2 Prozent.

Aktuelle Nachrichten