Frauentagung

Jacqueline Straub: «Erlauben wir uns öfter einen Mutausbruch»

Referentin Jacqueline Straub motivierte die Frauen, mutiger zu leben.

Referentin Jacqueline Straub motivierte die Frauen, mutiger zu leben.

An der 31. Lenzburger Frauentagung trafen sich rund 120 Frauen zur jährlichen Weiterbildung. Theologin und Buchautorin Jacqueline Straub ermunterte die Teilnehmerinnen in ihrem Referat zu Mut und Risikofreude.

Die Theologin, Buchautorin und Journalistin Jacqueline Straub hielt das Hauptreferat und zog die anwesenden Frauen in ihren Bann. Die junge Frau möchte katholische Priesterin werden und kämpft dafür seit sieben Jahren unentwegt und mit grosser Hingabe dafür. Sie stellte die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der katholischen Kirche ins Zentrum ihres Wirkens. Mutig tritt sie in den Medien auf und argumentiert mit grosser Energie, Frische und Selbstverständlichkeit für das scheinbar aussichtslose Ziel.

Jacqueline Straub erklärte den Frauen, warum sie nach wie vor an ihrer Sehnsucht festhält und daran glaubt, dass ihr sehnlichster Wunsch Wirklichkeit werden könnte. «In dir muss brennen, was du in anderen anzünden willst», dieses Zitat vom Kirchenlehrer Augustinus hat sie als ihr Lebensmotto gewählt. Sie motivierte die Frauen, manchmal auch das Unmögliche in ihrem eigenen Leben zu denken und mit ganzem Einsatz darauf hinzuarbeiten, grosse und kleine Visionen Wirklichkeit werden zu lassen. «Nur wer mutig ist und etwas riskiert, kann etwas Neues und Besseres bewirken», sagte Straub und plädierte für mehr Mut und Solidarität unter den Frauen: «Erlauben wir uns öfter einen Mutausbruch!»

Danach konnten sich die Frauen in den angebotenen zehn Workshops aus den Bereichen Kommunikation, Gesundheit, Gesellschaft, Politik und Kreativität weiterbilden und vernetzen. Zum Schluss sangen die Frauen mit «Stimmvolk.ch» und stärkten dadurch ihr an diesem Samstag gewachsenes Gemeinschaftsgefühl.

Das grosse Interesse zeige, dass die Frauentagung der Frauenzentrale Aargau als Auftakt eines neuen Jahres sehr geschätzt wird und im ganzen Kanton einem Bedürfnis entspricht, wie die Veranstalter schreiben. (az)

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