«Darf ich sie schnell fragen, ob Sie die Frau kennen?» «Nein, die kenne ich nicht», «Wer ist das?» und «Franziska Roth, noch nie gehört.»

Tele M1 wollte es am Mittwoch wissen. Der Regionalsender ging auf die Strasse und fragte die Aargauer Bevölkerung: Wer kennt sie, die SVP-Regierungsratskandidatin? Das Resultat: Niemand kennt Franziska Roth.

Moment, einer Befragten sagte der Name etwas. Aber nur dank der Sendung am Vorabend, als Tele M1 exklusiv die Kandidatur von Roth publik machte. «Das kam am Dienstag im Fernsehen. Das ist die Gerichtspräsidentin aus Brugg, die sich als Regierungsrätin bewirbt», sagte die aufmerksame Zuschauerin.

Am Mittwoch stellte die SVP ihre Regierungsratskandidatin offiziell vor, die neben dem gesetzten Alex Hürzeler für die Partei einen zweiten Sitz erobern soll. Doch kann das klappen, mit einer Polit-Quereinsteigerin, die man bisher kaum über die Region Brugg heraus kennt?

«Sie kann ihren Bekanntheitsgrad noch steigern»

Thomas Burgherr, Präsident der SVP Aargau ist sich sicher: «Amtierende Politiker, die schon seit Jahren ein Mandat haben, sind natürlich bekannter, aber wir sind überzeugt, dass Franziska Roth die Richtige ist und ihren Bekanntheitsgrad noch steigern kann.»

Das muss sie dringend, wenn sie am 23. Oktober die Grüne Regierungsrätin Susanne Hochuli aus dem Amt verdrängen will. Das finden auch die befragten Aargauer: «Dann muss sie noch ganz bös Werbung machen», sagte eine Passantin.

Bis zur Wahl wissen die Aargauer dann vielleicht auch, was Franziska Roth beruflich macht. Alle Befragten errieten ihren Beruf nicht: «Die arbeitet sicher irgendwo im Büro» und ein anderer wagemutiger Vorschlag: «Sie ist vermutlich Gärtnerin». (fvo)