Auswanderer-Serie
Island-Auswanderer: «Haifisch riecht abscheulich»

Wie ausgewanderte Aargauerinnen und Aargauer leben, wo andere Ferien machen. Heute die Lenzburgerin Andrea Burgherr, die die Gelassenheit der Isländer und das milde Klima auf der Insel schätzt.

Drucken
Teilen
Andrea Burgherr schätzt das milde Klima in Island.

Andrea Burgherr schätzt das milde Klima in Island.

Zur Verfügung gestellt

Wieso sind Sie ausgerechnet nach Island ausgewandert?

Andrea Burgherr: Island ist für mich ein Land voller Abenteuer und wilder Natur.

Welches Wort in der Landessprache brauchen Sie am häufigsten und warum?

Kein Bestimmtes. Aber zum Vergnügen meines isländischen Mannes kreiere ich immer wieder neue Wörter oder sogar neue Sprichwörter.

Neue Serie: Aargauer in aller Welt.

Neue Serie: Aargauer in aller Welt.

AZ

Wie sicher fühlen Sie sich in Island, wenn Sie spazieren gehen?

Sehr sicher und frei. Man kann zum Beispiel auch gut den Kinderwagen mit schlafendem Kind vor dem Geschäft stehen lassen.

Wie wohnen Sie?

Machen Sie mit!

Sie sind ausgewandert und möchten bei unserer "Aargauer im Ausland"-Serie mitmachen? Kontaktieren Sie uns via aargau@aargauerzeitung.ch, Betreff "Auslandaargauer"!

Wie weit ist es zur nächsten Einkaufsmöglichkeit?

Zu Fuss fünf Minuten und zum Bioladen etwa fünf Minuten mit dem Fahrrad.

Welche Spezialität (Essen) in Island mögen Sie am liebsten? Welche mögen Sie gar nicht?

Lammfilet esse ich am liebsten, besonders gegrillt. Auch Fisch habe ich hier zu schätzen gelernt. Aber Haifisch kann ich nicht essen, das riecht abscheulich nach Ammoniak.

Wie ist das Klima in Island?

Mild. In Reykjavík ist es im Winter im Durchschnitt etwas wärmer als in Zürich. Dafür ist es im Sommer bei einer Durchschnittstemperatur von etwa
15 Grad nicht sehr heiss.

Was gefällt ihnen am Leben, am Alltag in Island am besten?

Die Menschen sind sehr entspannt und innovativ. Ein Problem ist da, um es zu lösen. Wie die Isländer sagen: «thetta reddast!» («das löst sich schon irgendwie»).

Und was stört Sie an Island?

Die wahnsinnige Konsum- und Wegwerfgesellschaft.

Wie weit ist es zu den nächsten Nachbarn?

Ein paar Treppenstufen hinauf oder hinunter.

Wohin fahren Sie selber in die Ferien?

Wir reisen viel in Island, es gibt einfach so viele schöne Ecken. Wir fahren aber meistens auch einmal pro Jahr in die Schweiz.

Haben Sie manchmal Heimweh nach der Schweiz? Was vermissen Sie am meisten?

Ja sicher. Ich vermisse den Frühling, den es in Island kaum gibt und die Alpen (Berge)!

Was können die Schweizer von den Menschen in Island lernen?

Gelassenheit und Spontaneität.

Nennen Sie drei Dinge, die man als Tourist in Island unbedingt gesehen haben muss.

Heisse Quellen, Vulkane und die Weite (Öde) des Hochlandes. (Geysir und Gullfoss sind viel zu touristisch!)

Nennen Sie drei Dinge, die man einpacken muss, wenn man Island bereist.

Gute Wanderschuhe, einen Fotoapparat und für die heissen Quellen eine Badehose.

Sie sind ausgewandert und möchten bei unserer "Aargauer im Ausland"-Serie mitmachen? Kontaktieren Sie uns via aargau@aargauerzeitung.ch, Betreff "Auslandaargauer"!

Kennen Sie schon unsere Facebook-Seite? Liken Sie uns hier!

Aktuelle Nachrichten