In einem selbst produzierten Video verurteilt der Islamische Zentralrat der Schweiz das Vorgehen der Kantonspolizei Aargau. Diese hat Muslime zu sogenannten Präventionsgesprächen eingeladen und zu ihrem Glauben befragt.

Naim Cherni, beim Islamischen Zentralrat der Schweiz im Vorstand verantwortlich für das «Departement für Kulturproduktion», ist Autor des Films. Doch auch er ist im Visier der Behörden, wie der «SonntagsBlick» im September berichtete.

Demnach habe der Nachrichtendienst des Bundes eine Reise Chernis nach Syrien registriert. Dort war das IZRS-Vorstandsmitglied «als filmender Dschihad-Tourist» unterwegs, wie der «Tages-Anzeiger» schrieb. Er dokumentierte mit der Kamera den Widerstand gegen den syrischen Präsidenten Assad und liess sich von der salafistischen Rebellengruppe Ahrar al-Scham an die Front bei Aleppo begleiten. Diese kämpft gegen Assad, zudem werden der Gruppe Kontakte zu al-Kaida nachgesagt.

Ausschnitt aus Naim Chernis Reportage:

«Niemand hier fürchtet den Tod»: Naim Chernis Reportage aus Aleppo

«Niemand hier fürchtet den Tod»: Naim Chernis Reportage aus Aleppo

Das Kriegsvideo von Naim Cherni wird von moderaten Muslimen heftig kritisiert. «Mit diesem Film und dem geschickten Marketing will der Zentralrat junge Muslime ansprechen und zielt darauf, dass sie nach Syrien in den Dschihad ziehen», sagt Saïda Keller-Messahli, die Präsidentin des Forums für einen fortschrittlichen
Islam, gemäss «SonntagsBlick».

Cherni rechtfertigt seine Syrien-Reise. Er habe Spenden aus der Schweiz in Form von Lebensmitteln an Bedürftige verteilt und den Alltag an der Front dokumentiert. (fh)

Die gesamte Reportage können Sie hier sehen:

Naim Cherni reiste nach Syrien um den Widerstand gegen den syrischen Präsidenten Assad zu dokumentieren.

Naim Cherni reiste nach Syrien um den Widerstand gegen den syrischen Präsidenten Assad zu dokumentieren.