Ab sofort kann man auf der az-Homepage einen Link anklicken und kommt ohne Anmeldemodalitäten direkt auf die Wahlseite der politisch neutralen Politplattform Vimentis, mit der die az zusammenarbeitet. Hier kann man sein eigenes politisches Profil bzw. den eigenen «Spider» herausfinden und mit denen der kandidierenden Politiker vergleichen.

Die az suchte in den bereits aufgeschalteten Spider für die Nationalratswahlen nach den Politikern am weitesten rechts und am weitesten links. Die Auswertung bringt an den Tag: Andreas Glarner (SVP) politisiert am weitesten rechts. Dies zeigt sich mit seiner vollen Zustimmung in den Bereichen «Strikte Ausländerpolitik» und «Strenges Rechtssystem» (vgl. Grafik).

Kälin stolz aufs Resultat

Im linken Spektrum steht die grüne Spitzenkandidatin und Co-Fraktionschefin im Grossen Rat, Irène Kälin (Grüne), ganz links, etwa gleichauf mit Nationalrat Cédric Wermuth (SP). Beide sind auf der Achse «liberal-konservativ» praktisch in der Mitte, Kälin einen Hauch näher bei «liberal». Es mache sie stolz, sagt Kälin, «wenn die Aargauer Grünen so weit links stehen.

«Was mich selbst betrifft, so überrascht mich das Ergebnis nicht.» Gut möglich aber, dass der eine oder andere Juso-Kandidat Kälin noch links überholt, wenn sie sich dann auch auf Vimentis eintragen.

Kälin findet es gut, dass es eine Plattform wie Vimentis gibt: «Die Zeit ist ja so knapp. So kann man rasch herausfinden, wer bei Fragen, die einem selbst besonders wichtig sind, wo steht.» Kälin hofft, dass dieses Angebot attraktiv ist für Junge und dass sie dann auch vermehrt an die Urne gehen.

Nur minime Übereinstimmung

In einigen Bereichen gibt es minimste Übereinstimmung (vgl. Grafik). Doch gerade in den Bereichen Ausländerpolitik, Umweltpolitik, Sozialstaat und «strenges Rechtssystem» könnte man nicht weiter voneinander entfernt sein.

Stolz auf seine Positionierung ist auch der Fraktionschef der SVP im Grossen Rat, Andreas Glarner. Er hofft, dass auch Ständerätin Pascale Bruderer (SP) auf Vimentis mitmacht. «Dann sähe man nämlich, wie links sie steht», so Glarner. Die Plattform Vimentis findet er «eine hervorragende Wahlhilfe für die Bürger. So können sie vergleichen, das schafft Transparenz».

Hier können Sie ihren Kandidaten für die Wahlen suchen