Wahlen
Interne SVP-Nationalratsliste: Unter den 16 Kandidaten sind fünf Frauen

Die Liste zeigt: Für die SVP wollen so viele Frauen wie noch nie in den Nationalrat. Zudem schlägt die Findungskommission gleich vier Kandidaten aus dem Bezirk Zofingen vor.

Fabian Hägler
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Stefanie Heimgartner, Baden
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Nicole Müller-Boder, Buttwil
Désirée Stutz, Möhlin
Martina Bircher, Aarburg
Michaela Huser, Wettingen
Die vollständige Liste der Nationalratskandidaten der SVP für die Wahlen 2019

Stefanie Heimgartner, Baden

SVP Aargau

Als erste Partei haben die Grünliberalen vor einer Woche ihre Liste für die Nationalratswahlen 2019 präsentiert. Noch längst nicht so weit ist die grösste Aargauer Partei – bei der SVP werden die Kandidaten am Parteitag im Januar nominiert.

Der «Schweiz am Wochenende» liegt aber heute schon der Vorschlag der Findungskommission an den Kantonalvorstand vor. Angeführt wird die 16er-Liste von Bisherigen: Hansjörg Knecht, der auch für den Ständerat kandidiert, Kantonalpräsident Thomas Burgherr und SVP-Asylchef Andreas Glarner stehen auf den ersten drei Plätzen. Hinter den Bisherigen war 2015 noch Parteisekretär Pascal Furer aufgeführt, im nächsten Jahr kandidiert er nicht mehr.

Auf den Listenplätzen vier und fünf folgen Verkehrspolitiker Martin Keller und Bauernpräsident Alois Huber, dahinter mit Grossrätin Stefanie Heimgartner die erste Frau. Geht es nach der internen Findungskommission, schickt die SVP mit Nicole Müller-Boder, Désirée Stutz, Martina Bircher und Michaela Huser vier weitere Kandidatinnen ins Rennen um einen Platz im Nationalrat. Die ebenfalls angefragte Karin Bertschi hatte kürzlich abgesagt, sonst wären es sechs Frauen gewesen. Auch mit fünf Kandidatinnen ist die SVP-Liste allerdings so weiblich wie noch nie seit der Jahrtausendwende. 2015 traten vier Frauen für die Volkspartei an, zuvor nie mehr als drei.

Sehen Sie hier den Beitrag von Tele M1 zur Nationalratsliste der SVP

Zofingen viermal vertreten

Ziel der SVP ist es, im kommenden Jahr ihre sieben Sitze im Nationalrat zu verteidigen. Dass der Sprung nach Bundesbern auch von einem hinteren Listenplatz aus möglich ist, zeigte sich 2015. Damals holte Andreas Glarner von Platz 10 aus einen Sitz. Dies könnte im Herbst 2019 auch drei prominenten SVP-Vertretern gelingen, die nicht in den ersten sieben figurieren. Fraktionschef Jean-Pierre Gallati (Platz 10), dem ehemaligen Grossratspräsidenten Benjamin Giezendanner (11) und Grossrat Christian Glur (12), deren Väter Ulrich und Walter im Nationalrat sassen.

Giezendanner und Glur stammen aus dem Bezirk Zofingen, gleich wie Burgherr und Bircher – ein Viertel der Kandidierenden auf der provisorischen SVP-Liste kommen also aus demselben Bezirk. Nicht vertreten ist der Bezirk Brugg – und nicht auf der Liste stehen wegen einer Altersregelung auch Ueli Giezendanner, Maximilian Reimann, Sylvia Flückiger und Luzi Stamm.