In den Aargauer Gefängnissen ist der Platz knapp – auch zum Schlafen. Abhilfe wurde jetzt geschaffen, indem 15-Zentimeter-Schaumstoffmatratzen in die Schlafräume verlegt wurden.

Doch verständlicherweise würden sich weder die Insassen noch die Mitarbeiter besonders erfreut darüber zeigen, sagt Marcel Ruf, Direktor des Zentralgefängnis Lenzburg.

«Die Folge ist, dass die Insassen gereizter und aggressiver sind als sonst», fügt er an. Das sei aber nachvollziehbar, wenn mit demselben Raum mehr Menschen zurecht kommen müssen.

Massnahmen angekündigt

Bisher waren in Lenzburg im Zentralgefängnis zehn Matratzen nötig, um alle Gefangenen beherbergen zu können. Das ist ein Viertel aller Matratzen, die in den insgesamt sieben Aargauer Gefängnissen den Insassen als Schlafstätte dienen. Wird die Schlafplätzeknappheit bestehen bleiben?

Der Direktor gibt Entwarnung: «Längerfristig wird es nicht so eng bleiben». Bereits diesen Sommer soll der Kreditantrag vor den Grossen Rat kommen. Mit dem neuen Anbau ans bestehende Gefängnis würden 60 weitere Plätze geschaffen werden.