Rudolfstetten
Ingo Malm wehrt sich gegen Rausschmiss aus Ärzteverband

Nach dem Rekurs gegen den Entzug seiner Berufsausübungserlaubnis rekuriert der umstrittene Arzt Ingo Malm nun auch gegen den Ausschluss aus dem Aargauischen Ärzteverband. Auch wehrt er sich gegen die Aussagen eines ehemaligen Mitarbeiters.

Christoph Zehnder
Drucken
Teilen
Ingo Malm will den Ausschluss aus dem Ärzteverband nicht einfach so hinnehmen

Ingo Malm will den Ausschluss aus dem Ärzteverband nicht einfach so hinnehmen

fh/archiv

Nach seinem vorerst erfolgreichen Rekurs gegen den Entzug der Berufsausübungserlaubnis, will Ingo Malm nun auch gegen den Auschluss aus des Ärzteverbandes zur Wehr setzen.

Der umstrittene Arzt aus Rudolfstetten bezeichnet das Ausschlussverfahren des Ärzteverbandes in einem Schreiben an die Medien als «mehr als fragwürdig». Zum einen seien bereits vor der Abstimmung Flugblätter mit Informationen über seinen Ausschluss an die Verbandsärzte in Umlauf gewesen. Zum anderen hätten mit 57 Ärzten nur ein Bruchteil der 1300 dem Verband angehörenden Ärzte dem Ausschluss zugestimmt. An der Hauptversammlung waren insgesamt 67 Ärzte anwesend.

Auch wehrt sich Ingo Malm gegen die Anschuldigungen und Forderungen seines ehemaligen Mitarbeiters Gregor Müller. Dieser wurde in November 2011 fristlos entlassen und macht nun gemäss eigenen Angaben im Rahmen des eingeleiteten Insolvenzverfahrens gegen den Arzt Lohnforderungen geltend. Im Gegensatz dazu fordert Malms Praxis vom Mitarbeiter vor Gericht 120 000 Franken. Malm erklärt, dass die Forderung des ehemaligen Mitarbeiters erst ein halbes Jahr nach der Entlassung gestellt worden sei und auch erst nachdem er vom Ex-Angestellten Geld gefordert habe. Wofür Malm die 120000 Franken fordert, bleibt unklar.

In der Mitteilung heisst es, die Familienpraxis von Ingo Malm habe diese Angelegenheit ohne Einschaltung der Öffentlichkeit regeln wollen. Da der ehemalige Mitarbeiter mehrmals Auskunft gegenüber den Medien gab, werde man nun auch gegen ihn «zivil-, straf- und berufsrechtliche Schritte» einleiten. Der Mitarbeiter berichtete unter anderem von Misständen in der Praxis und hat nach eigenen Angaben seine Stelle ordentlich gekündigt. In seinem Schreiben an die Medien bezeichnet Ingo Malm diese Aussagen des Mitarbeiters als «falsch und verleumderisch».

Zur Verfügung gestellt

Aktuelle Nachrichten