Mellikon
In dieser Aargauer Gemeinde sagten nur sieben Stimmbürger Ja zur USR III

Nur gerade vier der 211 Aargauer Gemeinden stimmten für die Unternehmenssteuerreform III. Am extremsten war die Ablehnung in der kleinen Zurzibieter Gemeinde Mellikon.

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Mellikon, das 250-Seelendorf im Zurzibiet.

Mellikon, das 250-Seelendorf im Zurzibiet.

Michael Hunziker

Mit einem Nein-Anteil von schweizweit 59,1 Prozent scheiterte die Unternehmenssteuerreform III deutlich. Im Kanton Aargau lehnten sogar 60,8 Prozent die Vorlage ab. In 61 Gemeinden blieb der Ja-Anteil der USR III unter 35 Prozent.

Am extremsten fiel das Ergebnis in Mellikon aus: In der Zurzibieter Gemeinde stimmten nur gerade 9,33 Prozent der Stimmbeteiligten für die USR III. Das sind nur gerade sieben Personen im 250-Seelen-Dorf. Die anderen 68 Melliker Stimmberechtigten, die an die Urne gingen, stimmten Nein zur USR III.

Auffallend: Nach Mellikon belegen drei Gemeinden aus dem Bezirk Laufenburg die letzten Ränge, was die Zustimmung zur Unternehmenssteuerrreform betrifft. Zeihen: 26,14 Prozent Ja, Oberhof 25,0 Prozent Ja und Schwaderloch 21,29 Prozent Ja.

Der Oberhöfler Gemeindeammann Roger Fricker (SVP) findet eine mögliche Erklärung für das klare Ergebnis in seiner Gemeinde: "Ich könnte mir vorstellen, dass das Referendum über den Finanzausgleichs das Wahlverhalten bei der USR III-Vorlage stark beeinflusst hat." Durch die Annahme dieses Finanzausgleichs steige der Steuerfuss in Oberhof voraussichtlich von 120 auf 125 Prozent. Entsprechend erreichte der Finanzausgleich in Oberhof nur einen Ja-Anteil von 9,87 Prozent.

Nur in vier Aargauer Gemeinden fand die Unternehmenssteuerreform III eine Mehrheit, wenn auch nur knapp über 51 Prozent: Kallern (Bezirk Muri), Tegerfelden (Zurzach) und Mönthal (Brugg). Am besten kam die USR III in Bergdietikon (Baden) an: 52.95 Stimmen stimmten hier für die gescheiterte Vorlage.