Mellikon

In dieser Aargauer Gemeinde sagten nur sieben Stimmbürger Ja zur USR III

Mellikon, das 250-Seelendorf im Zurzibiet.

Mellikon, das 250-Seelendorf im Zurzibiet.

Nur gerade vier der 211 Aargauer Gemeinden stimmten für die Unternehmenssteuerreform III. Am extremsten war die Ablehnung in der kleinen Zurzibieter Gemeinde Mellikon.

Mit einem Nein-Anteil von schweizweit 59,1 Prozent scheiterte die Unternehmenssteuerreform III deutlich. Im Kanton Aargau lehnten sogar 60,8 Prozent die Vorlage ab. In 61 Gemeinden blieb der Ja-Anteil der USR III unter 35 Prozent.

Am extremsten fiel das Ergebnis in Mellikon aus: In der Zurzibieter Gemeinde stimmten nur gerade 9,33 Prozent der Stimmbeteiligten für die USR III. Das sind nur gerade sieben Personen im 250-Seelen-Dorf. Die anderen 68 Melliker Stimmberechtigten, die an die Urne gingen, stimmten Nein zur USR III.

Auffallend: Nach Mellikon belegen drei Gemeinden aus dem Bezirk Laufenburg die letzten Ränge, was die Zustimmung zur Unternehmenssteuerrreform betrifft. Zeihen: 26,14 Prozent Ja, Oberhof 25,0 Prozent Ja und Schwaderloch 21,29 Prozent Ja.

Der Oberhöfler Gemeindeammann Roger Fricker (SVP) findet eine mögliche Erklärung für das klare Ergebnis in seiner Gemeinde: "Ich könnte mir vorstellen, dass das Referendum über den Finanzausgleichs das Wahlverhalten bei der USR III-Vorlage stark beeinflusst hat." Durch die Annahme dieses Finanzausgleichs steige der Steuerfuss in Oberhof voraussichtlich von 120 auf 125 Prozent. Entsprechend erreichte der Finanzausgleich in Oberhof nur einen Ja-Anteil von 9,87 Prozent.

Nur in vier Aargauer Gemeinden fand die Unternehmenssteuerreform III eine Mehrheit, wenn auch nur knapp über 51 Prozent: Kallern (Bezirk Muri), Tegerfelden (Zurzach) und Mönthal (Brugg). Am besten kam die USR III in Bergdietikon (Baden) an: 52.95 Stimmen stimmten hier für die gescheiterte Vorlage.

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