Impfkampagne
Bis Ende nächster Woche sind alle Aargauer Pflegeheimbewohner ein erstes Mal geimpft

Bis Mitte März sollen alle Bewohnerinnen die zweite Impfung erhalten. Am Wochenende erwartet der Kanton eine weitere Impfstofflieferung. Die Impftermine sind aber weiterhin nur begrenzt verfügbar.

Noemi Lea Landolt
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Die 89-jährige Pflegeheimbewohnerin Agatha Baumann war die erste. Heute vor einem Monat ist sie gegen Covid-19 geimpft worden – vor den Augen von Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati und zahlreicher Journalistinnen und Journalisten.

Sandra Ardizzone

Seither sind in den Aargauer Pflegeheimen weitere 7173 Personen ein erstes Mal geimpft worden. 617 Personen haben bereits die zweite Impfung erhalten.

Das Impfen in den insgesamt 106 Pflegeheimen im Kanton sei weit fortgeschritten, teilt das Gesundheitsdepartement auf Anfrage mit. Mediensprecher Michel Hassler sagt:

«Wir gehen davon aus, dass bis am 12. Februar in allen Heimen die Erstimpfung verabreicht wurde.»

Bis Mitte März sollten dann auch alle Zweitimpfungen verabreicht sein.
In den Pflegeheimen werden neben den Bewohnerinnen und Bewohnern auch die Mitarbeitenden mit Patientenkontakt geimpft, wenn sie das möchten. Wie hoch die Impfwilligkeit in den Pflegeheimen ist, erhebt das Gesundheitsdepartement nicht. Auch Schätzungen führe man keine durch, sagt Hassler.

Zwei Drittel des Impfstoffes wurde in Impfzentren verimpft

In den Impfzentren sind bis am Mittwoch 15'572 Aargauerinnen und Aargauer ein erstes Mal und 1449 ein zweites Mal geimpft worden. Von den gelieferten 41'600 Impfdosen sind in den Impfzentren und Pflegeheimen bisher knapp 60 Prozent verimpft worden.

Die letzte Impfstofflieferung ist am Montag eingetroffen. Sie umfasste nicht einmal 1000 Dosen. Eine weitere Lieferung erwartet der Kanton am Wochenende. Dann sollen 18'400 Dosen des Moderna-Impfstoffs eintreffen. Dieser komme in Pflegeheimen und in den Impfzentren zum Einsatz, sagt Hassler.

Das Impfzentrum Rheinfelden wird nächste Woche eröffnet

Trotz neuer Lieferung bleibt der Impfstoff knapp. Zudem verzögert sich die Zulassung des dritten Impfstoffes. Deshalb könnten weiterhin nur wenige Termine für Erstimpfungen vergeben werden, sagt Hassler. Wer sich bereits online registriert hat, braucht also weiterhin Geduld.

Auf die Eröffnung der Aargauer Impfzentren hat der knappe Impfstoff bisher keine Auswirkungen. Diese Woche hat in Muri das vierte Impfzentrum den Betrieb aufgenommen, nächste Woche folgt jenes in Rheinfelden. Die Termine für die erste Woche seien gestern vergeben worden, sagt Hassler.

108 Neuansteckungen am Mittwoch

Die Fallzahlen bewegen sich im Aargau weiterhin um die 100 Neuansteckungen pro Tag. Am Mittwoch wurden 108 neue Fälle registriert; 31 weniger als am Mittwoch vor einer Woche. Die neue Virus-Mutante ist bisher in insgesamt 166 Fällen nachgewiesen worden. Die Zahlen haben sich seit vergangenem Mittwoch mehr als verdoppelt.

In den Spitälern wurden am Mittwoch 65 Covid-Patienten behandelt. 19 von ihnen lagen auf der Intensiv- oder Überwachungsstation. Das sind fünf weniger als am Vortag. Seit Beginn der Pandemie sind 610 Personen, die an Covid erkrankt waren, gestorben.

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