Autobahnen

Immer mehr Stau am Baregg – trotz Tempo 80 bei zu dichtem Verkehr

Stau auf A1 beim Baregg-Tunnel – das kommt in den letzten Jahren immer häufiger vor.

Stau auf A1 beim Baregg-Tunnel – das kommt in den letzten Jahren immer häufiger vor.

Die Zahl der Stauzeiten steigt und steigt. Die Diskussion um Tempo 80 auf der Autobahn-Passagen bleibt für den Baregg folgenlos. Denn hier drosselt bereits ein Automat das Tempo, wenn das Verkehrsaufkommen zu gross wird.

Der gigantische Bagger-Stau vor einer Woche hat die Grenzen der Mobilität drastisch aufgezeigt. Bis vor zehn Jahren gab es auf der A1 vor dem Bareggtunnel Richtung Zürich jeden Morgen kilometerlange Dauerstaus. Mit Eröffnung aller drei Röhren im Sommer 2004 schien das Problem gelöst. Aber die Zahlen steigen weiter zu immer neuen Rekorden.

Die politisch heftige Diskussion um Tempo 80 auf 450 Autobahn-Kilometern in der Schweiz hat für den Baregg keine Folgen: Hier reduziert seit zehn Jahren ein automatisches Zählsystem das Tempo von der Reuss bis nach Neuenhof auf 80 km/h, wenn der Verkehr zu dicht wird. Mit dem regelmässigen Verkehrsfluss will man mehr Autos und Lastwagen durch die Röhren schleusen.

Täglich über 120'000 Fahrzeuge

Die Zahl der Stautage stagniert am Baregg seit zwei Jahren, jedoch auf dem hohen Niveau von 337 Tagen im Jahr. Das sind nur ein paar Tage weniger als am Gubrist. Genaue Zahlen kann das Bundesamt für Strassen nicht liefern, es bestätigt aber die Annahme, dass die Staustunden weiter gestiegen sind. Der durchschnittliche Tagesverkehr hat 2012 die 120 000er-Grenze überschritten und im Spitzenmonat Juni 2013 schon 130 000 Fahrzeuge erreicht.

Die Temporeduktionen auf vielen Autobahnstrecken will der Aargauer SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner bekämpfen, wie er auf Tele M1 ankündigte. «Aber für kurze Strecken wie am Baregg ist das eine gute Lösung», sagt Giezendanner.

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