Nez Rouge
Immer mehr junge Kunden: Nez Rouge hatte im Aargau besonders viel zu tun

Rund 2000 Fahrten verzeichnete Nez Rouge Aargau im Dezember und Neujahr – 23 Prozent mehr als letztes Jahr. Die freiwilligen Lenker legten rund 70 000 Kilometer zurück. Auffällig: Immer mehr Junge profitieren vom Fahrdienst.

Roman Michel
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Rekordtage für Nez Rouge Aargau
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Immer mehr junge Leute profitieren vom Fahrdienst.
Im Vergleich zu anderen Kantonen hatte die Sektion Aargau 2013 besonders viel zu tun.
400 Fahrten verzeichnete Nez Rouge Aargau.

Rekordtage für Nez Rouge Aargau

Keystone

«Viele Anrufer konnten wir gar nicht heimfahren wegen des grossen Andrangs», sagt Kurt Röthlisberger gegenüber dem «Regionaljournal Aargau Solothurn» von Radio SRF.

Der Präsident von Nez Rouge blickt auf geschäftige Festtage zurück: «An Silvester kamen wir zwischen 00.30 Uhr und 4.50 Uhr gar nicht mehr zur Ruhe, obwohl allein an diesem Abend 180 freiwillige Helfer unterwegs waren».

Allein an Silvester gab es für Nez Rouge Aargau 400 Fahrten. Dies sind so viele Leute, wie andere Schweizer Sektionen im ganzen Monat Dezember zu verzeichnen hatten.

Trinken die Aargauer etwa mehr als andere Schweizerinnen und Schweizer? «Das glaube ich nicht», sagt Röthlisberger, «das liegt wohl eher daran, dass Nez Rouge schon seit 20 Jahren im Aargau aktiv ist.»

2000 Fahrten kamen im Dezember und an Neujahr zusammen, im Vergleich zum Vorjahr entspricht diese Zahl einem Plus von etwa 23 Prozent. Rund 1000 Freiwillige waren im Dezember für die Sektion Aargau im Einsatz und legten dabei rund 70 000 Kilometer zurück.

Eine durchschnittliche Fahrt beträgt demnach 36 Kilometer. Schweizweit fuhr Nez Rouge fast 27 000 Personen nach Hause und legte machte über eine halbe Million Kilometer.

Junge nutzen Nez Rouge

Besonders auffällig: Viele junge Leute benutzten dieses Jahr den Fahrdienst. Röthlisberger glaubt, dass die neu geltende Null-Promille-Grenze für Neulenker ein Hauptgrund dieses Trends ist.

«Hinzu kommt, dass diese Generation laufend zum Thema Alkohol sensibilisiert wird», sagt der Präsident, «junge Menschen hören in den Ausbildungskursen ja immer wieder, dass Trinken und Fahren nicht zusammen gehören.»