az-Mediencamp
Im Journalismus ist Vorbereitung, aber auch Spontanität gefragt

Wir erhalten Tag für Tag zahlreiche Einblicke in den Beruf der Journalisten, der Stressresistenz, Interesse für das Weltgeschehen sowie Passion und Flexibilität erfordert. Dieses bis jetzt erlangte Wissen und die vielen neuen Erfahrungen sollen in unsere Artikel einfliessen.

Céline Rüttimann und Melanie Rispo
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Zwei konzentrierte Jungjournalistinnen gestern im az-Newsroom.psi

Zwei konzentrierte Jungjournalistinnen gestern im az-Newsroom.psi

«Schreiben ist ganz einfach. Man muss nur die falschen Wörter weglassen»: Mark Twain. Ein simples Zitat, aber ganz so einfach ist es leider nicht. Was einem jedoch beim Schreiben helfen kann, ist der im Journalismus bekannte «Küchenzuruf», den wir heute Morgen kennen gelernt haben. Stellen Sie sich vor, Sie kommen von der Arbeit nach Hause, lassen sich müde in Ihren Sessel fallen und schlagen die Zeitung auf. Nun sticht Ihnen ein spannender Artikel ins Auge. Dessen Inhalt rufen Sie in möglichst wenigen Sätzen Ihrem Partner zu, der sich im Moment in der Küche befindet.

So versuchen Journalisten die Kernaussage eines Ereignisses niederzuschreiben. Ausserdem ist gründliches Recherchieren vor einem Einsatz das A und O. Wenn ein unvorhergesehenes Ereignis geschieht, ist jedoch Spontanität gefragt. Während wir heute Morgen die verschiedenen journalistischen Grundregeln und Formen besprachen, mussten sich zwei Teilnehmerinnen des Mediencamps, ausgerüstet mit Kamera und Schreibblock, unmittelbar auf den Weg nach Möriken machen.

Gestern wurden speziell viele Themen parallel erarbeitet, die heute alle in der Zeitung erscheinen. In den verschiedenen Gruppen wird eifrig interviewt, fotografiert, recherchiert und geschrieben. Wir erhalten Tag für Tag zahlreiche Einblicke in den Beruf der Journalisten, der Stressresistenz, Interesse für das Weltgeschehen sowie Passion und Flexibilität erfordert. Dieses bis jetzt erlangte Wissen und die vielen neuen Erfahrungen sollen in unsere Artikel einfliessen. Schon in zwei Tagen müssen wir unsere Schreibtische räumen, deshalb muss die verbleibende Zeit noch voll ausgenutzt werden.

Vorfreude herrschte bereits am Nachmittag, denn am Abend durften wir einen Blick hinter die Kulissen des Fernsehstudios von Tele M1 werfen. Danach wurde die az-Zeitungsdruckerei besucht. Wir erlebten mit, wie die von uns geschriebenen Beiträge auf Papier gedruckt werden. Wir lasen folglich gestern die Zeitung von heute.

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