StWZ
Im Jahr 2012 hat die StWZ Energie AG 3,6 Millionen Franken Gewinn erzielt

Die StWZ Energie AG schaut auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Die Firma erzielte im Jahr 2012 einen Gewinn von 3,6 Millionen Franken. Damit steigerte sie den Umsatz trotz leicht erhöhtem Personalaufwand.

Kurt Blum
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Auch etwas Nostalgie gehört bei der zukunftsorientierten StWZ Energie AG ins Portefeuille: An der Fegergasse gibts Gaslampen

Auch etwas Nostalgie gehört bei der zukunftsorientierten StWZ Energie AG ins Portefeuille: An der Fegergasse gibts Gaslampen

Kurt Blum

Zwei strahlende Gesichter bei der Zofinger StWZ Energie AG, nachdem die Einwohnergemeinde mit finanziellen Problemen zu kämpfen hat: Stadtammann Hans-Ruedi Hottiger als Verwaltungsratspräsident und Paul Marbach als Direktor durften namens der StWZ-Gruppe auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2012 zurückblicken. Der konsolidierte Umsatz konnte um 7,8 Prozent auf 48,7 Millionen Franken gesteigert werden. Daraus resultiert ein Unternehmensgewinn von 3,6 Millionen Franken (Vorjahr 2,7 Millionen Franken).

In Aktiengesellschaft umgewandelt

Mit einem Volksbeschluss vom 10. Juni 2001 wurde die öffentlich-rechtliche, unselbstständige Institution StWZ (Städtische Werke Zofingen, früher Licht- und Wasserwerke LWZ geheissen) per 1. Januar 2002 in vier Aktiengesellschaften umgewandelt: die StWZ Energie AG als Muttergesellschaft mit den Tochterunternehmen StWZ Strom AG, StWZ Erdgas und Fernwärme AG sowie StWZ Wasser AG. Die Einwohnergemeinde ist nach wie vor Alleinaktionärin aller vier Gesellschaften.

STWZ Energie AG: «Für unsere Region»

«Das Markenversprechen ‹Für unsere Region› beschreibt unsere Ausrichtung in prägnanter Form», heisst es im aktuellen Leitbild der StWZ Energie AG: «Einerseits erbringen wir die Dienstleistungen für die Bevölkerung und das Gewerbe in Zofingen, anderseits für Gemeinden in der Region.» Eine hohe Qualität bei der Versorgung der Firmen und Haushaltungen mit Elektrizität, Erdgas, Wasser und Fernwärme steht für die StWZ und ihre Mitarbeitenden an oberster Stelle. In den nächsten Jahren hat die StWZ verschiedene Herausforderungen zu bewältigen. Insbesondere muss sie den richtigen Mittelweg finden im Spannungsfeld von Versorgungssicherheit und Qualität, Wertsteigerung und Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Ökologie. Für Aufgaben, die das Unternehmen im Alleingang nicht oder nur ineffizient lösen kann, geht es vermehrt Kooperationen mit den jeweils besten Partnern ein. (KBZ)

Neukunden und kalter Februar

Die Umsatzsteigerung im vergangenen Jahr ist vor allem dem erhöhten Gasabsatz zuzuschreiben, der durch die Gewinnung von diversen Neukunden und wegen einem sehr kalten Februar 2012 erzielt werden konnte, erklärten Hottiger und Marbach bei der Präsentation des Geschäftsergebnisses 2012. Das Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) konnte trotz leicht höherem Personalaufwand, Investitionen in die Netzinfrastruktur und Sonderabschreibungen um 9,7 Prozent auf 4,3 Millionen Franken gesteigert werden. Der Unternehmensgewinn nach Steuern beläuft sich auf 3,6 Millionen Franken und liegt mit einem Plus von rund 0,9 Millionen Franken klar über dem Vorjahr. Paul Marbach: «Dieses Ergebnis wurde vor allem durch einen höheren Energieabsatz sowie dem ausserordentlichen Erfolg aus einem Landverkauf erzielt. Die StWZ-Gruppe steigerte ihren Eigenfinanzierungsgrad gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent, sodass die konsolidierte Bilanz aktuell einen Eigenkapitalanteil von 43 Prozent ausweist (Eigenkapital 29,23 Millionen Franken, Fremdkapitel 38,55 Millionen Franken).

Strom hinauf und hinab

Die kalten Tage im Februar 2012 haben sich positiv auf den Absatz von Strom, Erdgas und Fernwärme ausgewirkt, gaben Hans-Ruedi Hottiger und Paul Marbach zu bedenken. Vor allem die Haushalts- und Gewerbekunden haben mehr Elektrizität als im Vorjahr bezogen. Der Stromabsatz der Grosskunden hingegen verringerte sich, weil diese energieeffizienter produzieren konnten und teilweise mit fehlender Auslastung zu kämpfen hatten. Gesamthaft betrachtet verringerte sich der Strombezug der Kunden um 1,4 Prozent. Während den kalten Tagen verbrauchten hingegen alle Erdgaskunden sehr viel Energie. Zudem konnten neue Häuser mit Erdgas erschlossen werden. Diese beiden Faktoren ergeben im Vergleich zum Vorjahr einen zusätzlichen Erdgasabsatz von 8,3 Prozent. Der Verbrauch von Wasser war nahezu unverändert.

Ein privates Unternehmen

Interessant ist, dass die seit dem 1. Januar 2002 als privatwirtschaftlich organisierte Aktiengesellschaft arbeitende StWZ Energie AG bereits von 1896 bis 1916 als private Elektrizitätsversorgung tätig war. Am 12. Oktober 1896 hiess die damalige Einwohnergmeind den Konzessionsvertrag zwischen der privaten Elektrizitätsgesellschaft Zofingen und der Einwohnergemeinde gut. Es ist leider nicht mehr festzustellen, welche Privatperson oder welche Unternehmung als erste elektrische Energie beziehen konnte.