Spardruck
Im dritten Anlauf soll die Reform der Berufsschulen gelingen

Bis Ende Jahr will die Regierung aufzeigen, wie die neue Berufsschullandschaft im Aargau aussehen soll. Dabei sollen erst noch rund 5 Millionen Franken pro Jahr eingespart werden können.

Jörg Meier
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Die Reform der Berufsschullandschaft soll 2020/2021 erfolgen.

Die Reform der Berufsschullandschaft soll 2020/2021 erfolgen.

Melanie Su

Bei der Reform der Berufsschulen verfolgt der Regierungsrat mehrere Ziele. Mit der Bildung von Kompetenzzentren, grösseren Klassen, einer besseren beruflichen Durchlässigkeit und dem Abbau von ungenützten Raumreserven sollen die Berufsfachschulen im Aargau für die Zukunft fit gemacht werden.

Durch die strukturellen Verbesserungen soll die Qualität der Ausbildung nachhaltig verbessert werden, damit die Schulen im Zeitalter der Digitalisierung robust rund flexibler sind. Und auch finanziell soll sich die Reform lohnen: Rund 5 Millionen Franken pro Jahr soll der Kanton künftig bei den Berufsfachschulen einsparen können.

Das Bildungsdepartement führte zu Beginn des Projekts «Runde Tische» mit wichtigen Ansprechpartnern wie Standortgemeinden, Berufsfachschulen sowie Gewerbe- und Industrieverbänden durch. Anfang Jahr wurde mit verschiedensten Involvierten zudem schriftliche Umfragen zur Ist-Situation und zur Soll-Situation durchgeführt.

Umsetzung 2020/2021

Anhand aller vorliegenden Informationen werden Umsetzungsvarianten ausgearbeitet, die voraussichtlich einer freiwilligen Anhörung zugeführt werden. Bis Ende Jahr will der Regierungsrat die Vorlage präsentieren, im Laufe des Jahres 2019 sollen dann die politischen Entscheide gefällt werden und die Berufszuteilungen an die einzelnen Schulen erfolgen. Die Umsetzung ist für das Schuljahr 2020/2021 geplant.

Schule für Gestaltung Aargau setzt auf Autonomie

Die ersten zwei Versuche zur Reform der Berufsschullandschaft scheiterten 2015 und 2016 an regionalen Interessen. Diese wurden vom Grossen Rat stärker gewichtet als pädagogische und finanzpolitische Argumente. Im dritten Anlauf könnte die Reform nun gelingen. Sie setzt auf Kompetenzzentren und Fusionen. Indirekt verknüpft sind damit wohl auch die zwei neuen Aargauer Kantonsschulen, deren Standorte noch offen sind: Die eine soll ins Fricktal kommen, die andere irgendwo zwischen Aarau und Baden.

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