Aargau
Im Aargau will niemand Öko-Stadtführer werden

In Bern und Basel werden Stadtführungen für Schulkinder angeboten zum Thema Konsum und Globalisierung. Die Nachfrage ist gross. Nun will der Initiant solche Führungen auch im Aargau durchführen. Findet hier aber keine freiwilligen Stadtführer.

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Im Aargau will niemand Öko-Stadtführer werden

Im Aargau will niemand Öko-Stadtführer werden

Öko, Stadtführung, Konsum, Konsumverhalten, Globalisierung

Der Orangensaft blieb unberührt an der Infoveranstaltung für künftige Stadtführer zum Thema Konsum und Globalisierung. Niemand kam.

Grosse Enttäuschung bei den beiden Frauen vom Basler Ökozentrum. «Wir finden einfach keinen Zugang zum Aargau», sagen sie.

Obwohl das Projekt mit öffentlichen Geldern unterstützt wird - und es in Bern und Basel funktioniert. Es ist schon der zweite Anlauf, Stadtführer für Aarau, Baden und Wohlen zu finden.

Die Idee ist gut: In 90 Minuten würde ein Stadtführer den Schulkindern erklären, welche Folgen ihr Konsumverhalten für die Welt hat. Zum Beispiel am Thema Handy. Zuerst mit Infos: In der Schweiz gibt es 10 Millionen Handyabonnements.

Die Lebensdauer eines Handys liegt bei höchstens zwei Jahren. Der Stadtführer würde auch Hintergrundwissen zur Ausschlachtung von Elektroschrott geben. Zum Beispiel in Indien, wo das Umwelt und Menschen gefährdet.

Der Rat: Überlege, ob du wirklich ein neues Handy brauchst, und entsorge das alte korrekt. Die Jugendlichen würden an vier verschiedenen Beispielen sehen, dass ihr Verhalten etwas verändern kann.

Doch dafür braucht es junge Menschen, die dieses Wissen vermitteln wollen. Sie bekämen dafür eine kleine Entschädigung und könnten gleichzeitig erste Erfahrungen sammeln im Vermitteln von Wissen. Jung müssten die Leute sein, damit Schüler und Stadtführer auf Augenhöhe sind.

Ganz auf verlorenem Posten ist das Basler Ökozentrum aber nicht im Aargau. Die Kantonsschule Wettingen hat sich angeboten klassenweise Stadtführungen zu erarbeiten und durchzuführen. Da die Kantischüler aber bald aus der Schule kommen, wird das Angebot zeitlich begrenzt sein.

Mehr Infos: www.konsumglobal.ch

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