Polizeiaktion
Im Aargau werden bewusst Asylbewerber kontrolliert: So reagieren Politiker

Dürfen Asylbewerber bewusst kontrolliert werden? Die Aargauer Politikerinnen und Politiker sind sich uneinig.

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Mehr als ein Dutzend Polizisten waren am Bahnhof im Einsatz.
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Polizei-Aktion am Bahnhof Aarau
Die Fokus-Gruppe spezialisierte sich auch auf die Bekämpfung von Einbrüchen.
Aktion Fokus der Kantonspolizei Aargau: Impressionen am Bahnhof Aarau.
Aktion Fokus der Kantonspolizei Aargau: Impressionen am Bahnhof Aarau.
Aktion Fokus der Kantonspolizei Aargau: Impressionen am Bahnhof Aarau.
Aktion Fokus der Kantonspolizei Aargau: Impressionen am Bahnhof Aarau. Aktion Fokus der Kantonspolizei Aargau: Impressionen am Bahnhof Aarau.
Aktion Fokus der Kantonspolizei Aargau: Impressionen am Bahnhof Aarau.
Aktion Fokus der Kantonspolizei Aargau: Impressionen am Bahnhof Aarau.

Mehr als ein Dutzend Polizisten waren am Bahnhof im Einsatz.

Chris Iseli

Die Zahl der Ausseinandersetzungen mit Messern haben bei Asylbewerbern in den letzten Jahren zugenommen. Die Kantonspolizei Aargau sieht Handlungsbedarf und setzt einen neuen Schwerpunkt: In Zukunft will sie vermehrt gezielt Asylbewerber kontrollieren.

Ist das fair? Vier Politikerinnen und Politiker aus dem Aargau haben dazu Stellung genommen:

Daniel Hölzle, Präsident Grüne Aargau «Man kann nicht unterscheiden, ob es sich bei einer dunkelhäutigen Person um einen Asylbewerber handelt oder nicht. Und ich gehe nicht davon aus, dass es viel bringt, die Messer einzuziehen. Man muss das Problem anders bekämpfen, Beschäftigung bieten und Alkoholkonsum verhindern.»
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Lelia Hunziker, Leiterin Integration Aargau «Es darf nicht pauschalisiert werden. Die Polizei darf Personenkontrollen nicht von der Ethnie abhängig machen. Menschen brauchen Perspektiven. Wir raten zur Prävention und zur Integration vom ersten Tag mit Bildung, Begegnung und Beschäftigung.»
Maja Riniker, FDP-Grossrätin «Für mich ist das Vorgehen der Kantonspolizei nicht problematisch. Vor allem, wenn die Beamten das Problem präventiv bewältigen können und schon bestehende Ressourcen dafür verwenden.»
Roland Vogt, SVP-Grossrat «Ich begrüsse das Vorgehen der Kantonspolizei. Messerstechereien sind zu einem schweizweiten Problem geworden. Klar ist aber auch, dass nicht jeder Asylbewerber bewaffnet ist.»

Daniel Hölzle, Präsident Grüne Aargau «Man kann nicht unterscheiden, ob es sich bei einer dunkelhäutigen Person um einen Asylbewerber handelt oder nicht. Und ich gehe nicht davon aus, dass es viel bringt, die Messer einzuziehen. Man muss das Problem anders bekämpfen, Beschäftigung bieten und Alkoholkonsum verhindern.»

AZ