Kantonssteuern
Im Aargau versäumen zwei von sieben Personen ihre Steuern zu bezahlen

Fast zwei von sieben Aargauer haben es versäumt ihre Kantons- und Gemeindesteuern rechtzeitig zu bezahlen. Während die einen nicht gespart haben und mit dem 13. Monatslohn zahlen müssen, bezahlen die anderen gar nicht und werden betrieben.

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71,8 Prozent der Steuern sind bezahlt. (Symbolbild)

71,8 Prozent der Steuern sind bezahlt. (Symbolbild)

AZ

Vorletzte Woche, am 31. Oktober, war es wieder soweit. Im ganzen Kanton mussten die Leute ihre Steuern bezahlen. Die provisorische Rechnung, wie man sie kennt. 28,1 Prozent aller Aargauer haben es aber ganz oder teilweise versäumt ihre Steuern rechtzeitig zu bezahlen.

Herunter gerechnet sind das 83'427 natürlich Personen, die es am Stichtag nicht geschafft haben ihren finanziellen Beitrag an den Kanton und die Gemeinde zu entrichten. Ab dem ersten November läuft für die Betroffenen Schuldner dann der Verzugszins an. Für die 296'404, die bezahlt haben, ist das kein Thema.

Viele wollen mit dem «Dreizehnten» bezahlen

28,1 Prozent liege im Rahmen, sagt David Scicchitano von der Fachstelle Kantonssteuer. Die Zahl habe sich im Vergleich zum letzten Jahr kaum verändert: «Das hängt auch damit zusammen, dass viele Steuerzahler ihre Steuer mit dem 13. Monatslohn bezahlen wollen», sagt er. Ersparnisse seien hier meistens nicht vorhanden. So werde die Gemeinde um eine Verlängerung gebeten, die dann in den meisten Fällen auch gewährt würde.

Zuckerbrot und Peitsche

Die Regel des Kantons gilt aber meist trotzdem: Wenn die Steuern nicht bezahlt werden, wird im November gemahnt und im Januar wird betrieben. Bei den Betreibungen gehen die Gemeinden unterschiedlich vor.

Während die einen abklären ob der Schuldner überhaupt in der Lage ist, seine Steuern zu bezahlen, betreiben die anderen konsequent und in jedem Fall. «Einige Gemeinden betrachten dies als eine Erziehungsmassnahme, wir empfehlen dies aber nicht», betont Scicchitano. «Die Gemeinden kennen aber ihre Schuldner genau und wissen wie sie am geschicktesten vorgehen müssen.» (kgh)