Aarau

«Im Aargau sollte die Hotelsituation verbessert werden»

Fernando Dal Zotto, CEO der Trüb AG mit Hauptsitz in Aarau

Fernando Dal Zotto, CEO der Trüb AG mit Hauptsitz in Aarau

Fernando Dal Zotto, Geschäftsführer der Trüb AG, freut sich über eine gute Auftragslage und geht davon aus, dass neue Stellen geschaffen werden können. Er sagt im «Der Chef»-Interview, was man im Aargau verbessern müsste.

Von welchem Beruf träumten Sie als Kind?

Ich wollte Flugzeugpilot werden.

Was ist Ihr wichtigstes Führungsprinzip?

Eine klare Situationsanalyse zu machen – zuhören und besprechen – Entscheide fällen bzw. Vorschläge/Anträge bewilligen – sicherstellen, dass anvisierte Ziele/Resultate erreicht werden – und eine laufende Überprüfung, dass die Massnahmen umgesetzt werden.

Welche Eigenschaften zeichnen einen guten Mitarbeiter aus?

Je nach Funktion oder Bereich erwarte ich unterschiedliche Qualitäten von den Mitarbeitenden. Bei allen jedoch zählen für mich zu den wichtigsten Eigenschaften: ein starkes Engagement für die Tätigkeit und das Unternehmen, Ziel- und Aufgabenorientierung und Respekt.

Werden Sie in den nächsten zwölf Monaten Jobs schaffen oder abbauen?

Von 1995 bis heute haben wir bei Trüb den Personalbestand von damals 80 auf heute über 330 in der Schweiz vervierfacht. Aufgrund des guten Auftragsbestands und der laufenden und geplanten Projekte gehe ich heute von einem weiteren Personalausbau aus.

Was tut Ihre Firma, um Familie und Beruf vereinbar zu machen?

Ich finde das grundsätzlich nicht einfach für ein Unternehmen. Als Vorgesetzter ist man hier sehr gefordert. Ein guter Chef sollte spüren, wann die Grenzen bei einem Mitarbeitenden erreicht sind. Unsere Personalabteilung beschäftigt sich sehr intensiv mit solchen Themen und setzt vielfältige und individuelle Massnahmen und Aktivitäten zum Wohl der Mitarbeitenden um.

Wie hoch ist der Frauenanteil in Ihrer Geschäftsleitung und was halten Sie von Quoten?

Von Quoten halte ich nichts. Was zählt sind Fähigkeiten und Kompetenzen, unabhängig vom Geschlecht. Vor einigen Jahren hatten wir entsprechend auch zwei Frauen in der Geschäftsleitung.

Welcher Fehler hat Sie am meisten geprägt?

Ich mache, wie alle, immer wieder Fehler. Wichtig ist es einfach, dass jeder Fehler analysiert wird, um ihn in Zukunft zu vermeiden. Von daher hat jeder Fehler seine Bedeutung – egal ob beruflich oder privat.

Wer ist Ihr wichtigster Berater oder Ihre wichtigste Beraterin?

Es hängt immer von der Situation ab, mit welcher Person – oder welchem Team – ich mich berate. Wenn ich Beratung brauche, analysiere ich die Situation und suche mir die geeigneten Personen, denen ich das Problem oder eine Idee schildern kann.

Was schätzen Sie am Standort Aargau und was sollte man verbessern?

Wir sind mit dem Standort sehr zufrieden, er ist zentral gelegen, hat einen guten öffentlichen Verkehr und bietet in vielerlei Hinsicht gute Möglichkeiten. Was verbessert werden sollte, ist die Hotelsituation und für Autofahrer die Erreichbarkeit und die Parkplätze.

Wo kommen Ihnen die besten Ideen für die Arbeit?

Da ich jeden Tag pendle und über zwei Stunden unterwegs bin: im Auto. Und auf Reisen, da ich viel im Ausland bin.

Was machen Sie, um nach einem stressigen Arbeitstag abschalten zu können?

Wie erwähnt, habe ich eine lange Autofahrt für den Heimweg, und ich entspanne mich dabei, indem ich Musik und Radio höre. Abschalten kann ich gut beim Golfbälle schlagen.

Für welche Hobbys bleibt neben dem Job noch Zeit?

Meine Freizeit verbringe ich mit Familie, Freunden und Golf spielen – aber leider habe ich dafür viel zu wenig Zeit.

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