Freiwilligenarbeit

Im Aargau gibt es dank Freiwilligen lebendige Geschichte zu erleben

In der Schreibstube der Landvogtei auf Schloss Lenzburg kann man einen Kalligrafen antreffen. pi

In der Schreibstube der Landvogtei auf Schloss Lenzburg kann man einen Kalligrafen antreffen. pi

Männer und Frauen haben 2012 insgesamt 5000 Stunden Freiwilligenarbeit für das Museum Aargau geleistet. Damit belebten sie auf den Schlössern Lenzburg, Hallwyl, Wildegg, im Kloster Königsfelden und auf dem Legionärspfad Geschichte.

Sie backen – themengerecht in mittelalterliche Kostüme gekleidet – Bretzeln auf Schloss Hallwyl, sie demonstrieren alte Handwerkskunst auf Schloss Lenzburg, treiben sich als römische Legionäre in Vindonissa herum, schlüpfen in verschiedene Rollen und stellen in kurzen Theaterstücken das höfische Leben auf den verschiedenen Aargauer Schlössern nach oder agieren als umsichtige Gastgeber und Museumsführer: 80 Männer und Frauen unterstützen in ihrer Freizeit die Teams an den historischen Standorten.

Im vergangenen Jahr haben sie insgesamt 5000 Stunden Freiwilligenarbeit geleistet und damit auf den Schlössern Lenzburg, Hallwyl und Wildegg, im Kloster Königsfelden und auf dem Legionärspfad auf anschauliche und unterhaltsame Art Geschichte vermittelt.

Das 2009 ins Leben gerufene, vielseitige Freiwilligenprogramm im Museum Aargau ist für ein staatliches Museum pionierhaft. Ursprünglich war es als vierjähriges Projekt angelegt. Aufgrund der durchwegs positiven Bilanz hat der Aargauer Regierungsrat nun eine Verlängerung des Projekts bis 2016 beschlossen.

Neue Einsatzgebiete

Diese Verlängerung ermöglicht die Erschliessung von neuen Einsatzgebieten, die sonst im Betrieb des Museum Aargau nicht möglich wären. So können Freiwillige zum Beispiel bei der Dokumentation der Industriegeschichte der kantonalen Historischen Sammlung eine aktive Rolle mittels Befragung von Zeitzeugen spielen.

Ein weiterer Bereich ist die Suche nach Freiwilligen mit anderer Muttersprache, mit dem Ziel, mit eigenen Kulturprojekten als Key Worker Migrantinnen und Migranten für die Museumsangebote zu erreichen.

Wertvoll ist die Unterstützung auch beim kürzlich vom Museum Aargau initiierten Projekt «Barrierefreier Zugang ins Museum für Menschen mit einer Behinderung». Spezifische und personalintensive Zusatzangebote können so ins Programm aufgenommen werden.

Interessentinnen und Interessenten für den Einsatz auf den Schlössern Lenzburg, Hallwyl, Wildegg, im Kloster Königsfelden oder im Legionärspfad können sich beim Museum Aargau bewerben.

Die Einsätze werden ein- bis dreimal pro Monat geleistet, meistens am Wochenende. (zi) www.museumaargau.ch

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