Ständeratskandidat Müller
«Ich passe mich Sitten und Stil des Ständerats an, ohne meine Inhalte zu verraten»

Im ersten TV-Interview als Ständeratskandidat erklärt FDP-Parteipräsident Philipp Müller, warum er zwischen Stöckli und Parteipräsidium keinen Interessenkonflikt sieht und wie er sich im Ständerat ändern würde.

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Ständeratskandidat Philipp Müller im «Talk Täglich»

Ständeratskandidat Philipp Müller im «Talk Täglich»

Tele M1

Heute Nachmittag gab die Aargauer FDP bekannt, dass Philipp Müller antritt zum Ständeratswahlkampf 2015. Und heute Abend stand der FDP-Parteipräsident bereits Red und Antwort im «Talk Täglich» auf Tele M1. Befragt von Christian Dorer, Chefredaktor der «Aargauer Zeitung», machte Müller gleich klar: Parteipräsidium FDP Schweiz und Ständerat Aargau gehe gut zusammen: «Das ist überhaupt kein Problem.» Er sehe da keinen Interessenkonflikt.

Nur ein kleiner Teil der Themen im Ständerat seien Aargau-spezifisch, die meisten seien national. «Und dort wo der Aargau im Vordergrund steht, werde ich mich für den Kanton Aargau und nichts anderes einsetzen.»

Philipp Müller im «Talk Täglich» mit AZ-Chef Christian Dorer.

Philipp Müller im «Talk Täglich» mit AZ-Chef Christian Dorer.

Tele M1

Doch passt Müllers Persönlichkeit überhaupt zum Ständerat, wo eine andere Gesprächskultur herrscht als im Nationalrat?

Auch Müller ist sich bewusst: «Manchmal ist es im Stöckli ruhig wie in einer Grabeskammer.» Aber er sei sensibel genug, sich Stil und Sitten anzupassen, ohne seine Inhalte zu verraten. «Ich war schon immer Dossierpolitiker und ich denke, das werde ich im Ständerat genauso können.»

«Laufe ja nicht morgens bis abends wie ein Elefant herum»

Der Aargauer Nationalrat verteidigt im «Talk Täglich» seine zum Teil provokative Kommunikation. «Ich drücke mich so aus, dass die Leute uns verstehen. Wir hatten früher ein Wahrnehmungsproblem in der Partei.» Müller stellt aber auch klar: «Es ist ja nicht so, dass ich im Nationalrat von morges bis abends wie ein Elefant herumlaufe und Sprüche mache.»

«Parteipräsident, Unternehmer, jetzt auch noch Ständerat - haben Sie nicht schon eine genug grosse Belastung?», fragt Moderator Dorer. Müller: «Ich glaube nicht, dass es strenger wird im Ständerat. Die Arbeitsbelastung wird nicht grösser als im Nationalrat.»

Und wenn Müller verliert bei den Wahlen? «Dann mach ich zuerst mal einen Lätsch und dann analysieren wir, was wir falsch gemacht haben könnten. Aber ich bin zuversichtlich. Die FDP ist gut aufgestellt.» (roc)

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