Die Heilmittelbehörde Swissmedic hat laut "SonntagsZeitung" aufgrund von Inspektionen im Jahr 2016 drei Deutschschweizer Spitäler aufgefordert, Fehler umgehend zu korrigieren. Eins ist das Kantonsspital Aarau (KSA). KSA-Sprecherin Isabelle Wenzinger bestätigt der AZ: «Es gab Beanstandungen, aufgrund derer das KSA die Prozesse angepasst hat, dies in Absprache mit Swissmedic.»

Es geht etwa um die Sterilität von Endoskopen. Die werden zum Beispiel für eine Darmuntersuchung genutzt. Swissmedic kritisierte laut Zeitung, deren Wiederaufbereitungs-, Transport- und Lagerungsprozesse seien nicht validiert. Eine Validierung zeigt, ob ein Gerät ein Endoskop gut reinigt und desinfiziert. Wenzinger sagt dazu: «Die Hygiene und Sicherheit der Endoskope im KSA war und ist immer gewährleistet.» Die Beanstandung sage einzig, dass der Schrank nicht validiert war und nicht, dass die Endoskope nicht keimfrei seien. Bis zum Zeitpunkt des Audits wurden solche Schränke nicht validiert. Wenzinger: «Es ist uns wichtig, festzuhalten, dass der Schrank vom Hersteller kontrolliert und gewartet wurde, auch die Endoskope nach vorgegebenen Prozessen von Hygienefachkräften kontrolliert wurden. Solche Kontrollen führen wir seit Jahren an neuralgischen Stellen des Aufbereitungsprozesses durch.» Bis die Validierung durch war, habe es aber Zeit gebraucht, weil der Trockenschrank im KSA neu ist und mit dem Hersteller und Swissmedic festgelegt werden musste, wie eine Validierung beim Schrank aussehen muss, so Wenzinger.