Was die Aargauer Lebensmittelinspektoren bei mehreren Kontrollen in einer Oftringer Metzgerei entdeckt haben, verdirbt einem die Essenslust. Der Regionalsender Tele M1 zitiert die aufgedeckten Mängel:

  • «An der Hamburgerpresse haften Fleischreste, welche offensichtlich nicht aus der laufenden Produktion stammen.»
  • «Im Kühlraum hängt ein ausgetrockneter Tierkörper (...).»
  • «Eiskristalle an Tiefkühlprodukten lassen auf ein vorgängiges Auftauen schliessen.»

Auch habe die Metzgerei an der Luzernerstrasse Rindshamburger verkauft, in denen Schweinefleisch steckte. Der Geschäftsführer wurde wegen Verstössen gegen das Lebensmittelgesetz mit 8000 Franken gebüsst. Er wehrte sich jedoch dagegen, weshalb es am Dienstag zur Verhandlung am Bezirksgericht Zofingen kam.

Schliessung ist keine Möglichkeit

Der Beschuldigte bestritt die Vorwürfe am Prozess nicht. Er erklärte, mal hätten seine Angestellten nicht sauber gearbeitet, mal habe der Tiefkühler nicht richtig funktioniert und einmal sei man derart beschäftigt gewesen, dass das Putzen vernachlässigt wurde. Schliesslich akzeptierte er die Busse. Er wolle sich bessern und den Laden künftig sauber halten.

Die Metzgerei fällt seit mehreren Jahren negativ auf. Das bestätigt das Amt für Verbraucherschutz gegenüber «Tele M1». Die Behörden können den Betrieb allerdings nicht zur Schliessung zwingen. Dafür bräuchte es eine akute Gefahr für die Gesundheit. Alda Breitenmoser, die das Aargauer Amt für Verbraucherschutz leitet, sagt, was es für eine Schliessung bräuchte: «Er müsste beispielsweise Produkte mit Salmonellen in den Verkehr bringen, die man roh konsumiert.» Hygienemängel, so unschön sie seien, reichten nicht für eine Betriebsschliessung. (mwa)