Hirslanden
Hotel statt Klinik: Hirslanden baut in Aarau Privatabteilung aus

Die Hirslanden Klinik in Aarau ist auf Expansionskurs. Am Montag wird nach neunmonatiger Bauzeit die erweiterte Privatabteilung in Betrieb genommen.

Urs Moser
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Hirslanden-Klinik in Aarau baut aus
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Hirslanden-Klinik in Aarau baut aus

Chris Iseli

Die neuen Zimmer der um zehn Betten erweiterten Privatabteilung erinnern eher an ein Hotel als an eine Klinik. Genug Platz für ein zweites Bett, wenn Angehörige bei Patienten übernachten wollen.

Medizinische Anschlüsse verschwinden dezent hinter einer gediegenen Holzwand aus Eiche. Ein Bildkonzept mit Fotografien der Künstlerin Brigitte Lattmann aus Gränichen lässt den Patienten quasi in die Natur blicken.

Im aufgestockten Gebäudeteil wurde auch eine Lounge eingerichtet, wo man mit Ausblick auf die Aarauer Altstadt und die Jurakette in ruhiger Atmosphäre Besuch empfangen kann.

Den Ausbau – die Hirslanden Klinik verfügt nun insgesamt über 155 Betten – hat man sich 6 Millionen Franken kosten lassen. Er ist aber nicht nur den Komfortansprüchen der Privatpatienten (sie machen nur gut die Hälfte aller Hirslanden-Patienten aus), sondern einer allgemein steigenden Bettenauslastung geschuldet.

Mit der Ausrichtung auf die spezialisierte Medizin, dem Ausbau etwa in der Herz- und der Viszeralchirurgie ist entgegen dem allgemeinen Trend auch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer gestiegen. Dies, weil man mehr Patienten mit komplexen Krankheitsbildern versorge, so Hirslanden-Direktor Philipp Keller.

Nach dem letzten Ausbauschritt von 2011 ist die erweiterte Privatabteilung nur ein Teil eines Investitionsprogramms mit einem Volumen von 30 Millionen. Im Lauf dieses Jahres werden auch die Notfallstation ausgebaut und die Intensivabteilung erweitert sowie die Technik im Herzkatheter-Labor und für die Radio-Therapie erneuert.

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