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Honigproduktion
Nasskalter Frühling problematisch für Bienen: Wie Aargauer Imker sie über die Runden bringen

Normalerweise sammeln Schweizer Bienen vor allem im Wonnemonat Mai Nahrung für die Honigproduktion. Durch das nasskalte Wetter konnten die Bienen dieses Jahr aber nicht ausschwärmen. Das hat auch Konsequenzen für den Aargauer Honig.

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Das nasskalte Wetter im Mai stellte für die Bienen im Kanton Aargau ein grosses Problem dar. Weil die gelb-schwarzen Insekten bei Regen nicht ausschwärmen, konnten sie keine Nahrung sammeln. «Trachtlücke» nennt sich das und bedeutet im Umkehrschluss, dass die Bienen keinen Honig produzieren konnten. Dies führt dazu, dass es dieses Jahr wahrscheinlich keinen Frühlingshonig gibt.

In einzelnen Regionen könnten die Bienen dennoch erfolgreich gewesen sein. Zum Beispiel, wenn das Volk direkt neben einem Roggenfeld lebt, wie Andreas König, Vorstandspräsident des Verbands Aargauischer Bienenzüchterverein, gegenüber «ArgoviaToday» erklärt. Grossflächig gäbe es aber weniger Erträge und es bleibe nur, auf den Sommer zu hoffen. Wie die Aargauer Imker ihre Bienen trotzdem über die Runden bringen, sehen Sie im Video oben.

Rasenmäher als nächster Feind

In den letzten Tagen beglückte uns zwar endlich die Sonne. Dass dies aber nicht gleich die Rettung der Bienenvölker bedeutet, liegt an zwei Punkten: Erstens fehlen heuer aufgrund des schlechten Wetters die Obstblüten. Zweitens fingen mit den ersten Sonnenstrahlen die Mäharbeiten in den Wiesen an. Dadurch verschwanden innert kürzester Zeit auch die Blumen, die den Bienen als Nahrungsquelle dienen.

Sie wollen den Bienen helfen?

Wer den Aargauer Bienenvölkern helfen will, soll laut dem Bienenschutz-Verein «Freethebees» möglichst jene Pflanzen setzen, die viel Nektar, aber auch Pollen abgeben. Welche das sind, finden Sie in diesem Chart von «Freethebees»: