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Höhere Arbeitslosenzahl nach Abstimmung veröffentlicht – ein Zufall?

Die neusten Arbeitslosenzahlen wurden am Montag, also einen Tag nach der Abstimmung über die SVP-Zuwanderungsinitiative veröffentlicht. Darüber ist zwischen den Aargauer Politikern Gregor Biffiger (SVP) und Jonas Fricker (Grüne) ein Streit entbrannt.

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Facebook-Diskussion: Gregor Biffiger (SVP) und Jonas Fricker (Grüne).

Facebook-Diskussion: Gregor Biffiger (SVP) und Jonas Fricker (Grüne).

az/Mathias Marx

Nachdem am Montag die Arbeitslosenzahlen von der Staatskanzlei veröffentlicht wurden, brach eine Diskussion zwischen der bürgerlichen und der linken Seite aus.

Auf Facebook postete Gregor Biffiger (SVP): «War ja von Anfang an klar, dass die erneut gestiegenen Januar-Arbeitslosenzahlen erst nach dem 9. Februar 2014 publiziert werden.» Worauf Jonas Fricker (Grüne) konterte, das Erscheinungsdatum habe nichts mit dem Abstimmungstermin zu tun.

«Das Seco erhebt eine Sperrfrist», erklärt Samuel Helbling vom zuständigen Departement für Volkswirtschaft und Inneres, weshalb die Resultate nicht früher veröffentlicht werden dürfen.

Warum das Datum der Sperrfrist gleich auf den Tag nach den Abstimmungen fiel, erklärt Antje Baertschi, Mediensprecherin des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO): Wann diese Zahlen veröffentlicht werden, habe produktionstechnische Gründe und werde nicht nach «politischen Kriterien» festgelegt. Die Zahlen würden immer zwischen dem siebten und zehnten jedes Monats publiziert.

Ausserdem: Laut SECO ist die höhere Arbeitslosenzahl im Januar auf den Saisoneffekt zurückzuführen. Im Winter gibt es in der Baubranche weniger Arbeit, wodurch die Arbeitslosenquote ansteigt.

Dadurch lässt sich folgern, dass Biffiger die Veröffentlichung der Arbeitslosenzahlen falsch interpretiert hat.

Das SECO rechnet damit, dass die Quote schweizweit zwischen 2013 und 2014 von 3,2 auf 3,1 Prozent sinkt. (rpa)