Gespräche
Hoher Besuch aus Sachsen – auch bei ABB-Werk in Lenzburg

Der Kanton Aargau und der deutsche Freistaat Sachsen haben ihre seit 2011 bestehenden Kontakte ein weiteres Mal vertieft. Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) weilte am Montag mit einer 10-köpfigen Delegation zu Besuch im Aargau.

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Mario Heller

Die Gäste aus Deutschland informierten sich vor allem über die Bereiche Demokratie, Verwaltung und Technologie. In allen diesen drei Gebieten unternimmt Sachsen derzeit grosse Anstrengungen für Verbesserungen. So will man bis 2020 ein umfassendes Programm zur Modernisierung der Verwaltung realisiert haben.

Auch in Sachen direkte Demokratie sind in Sachsen grosse Anstrengungen im Gange. "Wir setzen uns mit der Frage auseinander, wie die Bürgerinnen und Bürger stärker am demokratischen Prozess teilnehmen können, sagte Ministerpräsident Tillich am Montag vor den Medien in Aarau.

Sachsen als einer der grössten Standorte für Mikroelektronik in Europa ist zudem stark an einer Zusammenarbeit mit dem Schweizer Technologiekonzern ABB interessiert. Man wolle nicht, dass Arbeitsplätze von der Schweiz nach Sachsen verlegt werden, sagte Tillach. Vielmehr würde ABB mit einer Präsenz im deutschen Bundesland das dortige Technologieangebot erweitern.

Eine erste Möglichkeit für Gespräche zwischen ABB und den sächsischen Vertretern ergab sich noch am Montag bei einem Besuch der deutschen Delegation im ABB-Werk in Lenzburg. Ebenfalls besucht wurde das Zentrum für Demokratie Aarau.

Mit dem flächenmässig zwölfmal grösseren und bevölkerungsmässig viermal grösseren Bundesland Sachsen steht der Kanton Aargau seit vier Jahren intensiv im Kontakt. Seither haben sich Vertreter des Aargau und des ehemaligen DDR-Gebietes an der Grenze zu Polen und zur Tschechischen Republik mehrmals gegenseitig besucht.

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