Überschwemmungen

Hochwasser eindämmen: Es wird gerodet und gebaut für 27,5 Millionen Franken

Die Hochwasser in den Jahren 1999, 2005 und 2007 hatten gezeigt, dass die Siedlungsgebiete entlang der Aare unterhalb von Olten nur ungenügend geschützt sind (Symboldbild).

Die Hochwasser in den Jahren 1999, 2005 und 2007 hatten gezeigt, dass die Siedlungsgebiete entlang der Aare unterhalb von Olten nur ungenügend geschützt sind (Symboldbild).

Entlang der Aare zwischen Olten und Dulliken haben am Montag die Arbeiten für das 27,5 Millionen Franken teure Hochwasserschutzprojekt begonnen. Gegen das Vorhaben sind derzeit allerdings noch immer vier Beschwerden hängig.

Weil sie sich materiell nicht auf die Rodungs- und Bauarbeiten bezögen, könne mit diesen Arbeiten unverzüglich begonnen werden, teilte die Solothurner Staatskanzlei am Montag mit. Als erstes werden entlang des Flussufers Bäume und Sträucher gerodet.

Rodung von fünft Hektaren Wald

Um die Brutzeit der Vögel nicht zu stören, wurden diese Arbeiten vorgezogen. Gerodet werden bis Ende März rund fünf Hektaren Wald. Nach Projektende soll sich auf diesen Rodungsflächen wieder Wald entwickeln.

Mehr Sicherheit für Anwohner

Mit den eigentlichen Bauarbeiten soll im Spätsommer begonnen werden. Im Zuge dieser Arbeiten werden neue Seitengerinne ausgebaggert und zusätzliche Dämme geschüttet. Damit soll die Hochwassersicherheit der Siedlungen und Infrastrukturen verbessert werden. Zudem erhält die Aare einen Teil ihrer früheren Dynamik und Natürlichkeit zurück.

Das Solothurner Stimmvolk hatte dem Kredit für das Hochwasserschutz- und Revitalisierungsprojekt Aare im Juni 2013 mit grossem Mehr zugestimmt. Der Nutzungsplan wurde vom Regierungsrat im Dezember 2013 bewilligt.

Niederamt mehrmals überflutet

Die Hochwasser in den Jahren 1999, 2005 und 2007 hatten gezeigt, dass die Siedlungsgebiete entlang der Aare unterhalb von Olten nur ungenügend geschützt sind.

Das Projekt soll den Hochwasserschutz der Aare vom Wehr Winznau bis zur Kantonsgrenze Solothurn-Aargau sicherstellen. Das Ziel ist, dass bei einem Hochwasser, das im statistischen Mittel nur alle 100 Jahre eintritt, keine Schäden auftrete

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