Aarburg
Hochuli zum Asyl-Streit: "Viele Gemeinden nehmen Verantwortung nicht wahr"

«Aarburg ist überall», schreibt Regierungsrätin Susanne Hochuli und macht damit klar: Es spielt sich etwas ab, «das irgendwo in der Schweiz stattfinden könnte».

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Regierungsrätin Susanne Hochuli

Regierungsrätin Susanne Hochuli

AZ

In ihrer Kolumne in der «SonntagsZeitung» äussert sich Regierungsrätin zum Asyl-Knatsch in Aarburg, der «irgendwo in der Schweiz stattfinden könnte».

Den Satz «Ich habe nichts gegen Ausländer, aber...» könne und wolle sie nicht mehr hören. Denn Asylsuchende seien Menschen mit «zwei Armen, zwei Beinen und einem Kopf. Wie wir», so Hochuli.

Weil viele Gemeinden «ihre Verantwortung nicht wahrnehmen», müsse der Kanton «auch in Gemeinden zusätzliche Menschen unterbringen, die schon ausreichend Asylsuchende betreuen», so Hochuli. Die Probleme von Aarburg wolle sie «ernst nehmen».

Aber gelte es, trotz «allem Verständnis für den Widerstand», «das Augenmass nicht zu verlieren». Hochuli: «Menschen, die vor dem Bürgerkrieg flüchten, sind angewiesen auf unsere Hilfe. Im besten Sinn der humanitären Tradition der Schweiz, die stets so gern und mit nicht wenig Pathos zitiert wird.» (nch)