Flüchtlinge

Hochuli verlegt Aargauer Flüchtlinge von Zelten in unterirdische Spitäler

Hochuli hat entschieden: Die Flüchtlinge aus Armeezelten kommen in unterirdische Spitäler.

Hochuli hat entschieden: Die Flüchtlinge aus Armeezelten kommen in unterirdische Spitäler.

Sie sollten nur bis Ende Oktober in den Zelten aushalten, nun hat sich Sozialdirektorin Susanne Hochuli entschieden, dass die Flüchtlinge in die geschützten Operationsstellen der Spitäler verlegt werden.

Im Juli baute der Kanton Aargau Armeezelte auf, um Flüchtlinge zu beherbergen. Eine Premiere in der Schweiz. Die grüne Regierungsrätin und Sozialvorsteherin Susanne Hochuli zieht im SonntagsBlick Bilanz: «Die temporäre Unterbringung von Asylsuchenden in Armeezelten hat sich bewährt – wir würden es wieder tun.» 

Flüchtlinge, die im Lager in Aarau untergebracht sind, äussern hingegen Kritik. Das Heizsystem falle immer wieder aus, es sei enorm kalt. Und die Zelte würden wenig Platz und keine Privatsphäre bieten, berichten sie im SonntagsBlick. Hochuli bestätigt, dass Platz und Ausstattung der Zelte begrenzt seien. «Aber die ganze Anlage ist zweckmässig, funktional – und absolut zumutbar.» 

Ikea-Fertighäuser – auch für Asylsuchende in der Schweiz?

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Für nächstes Jahr komme diese Lösung wieder in Frage. Über den Winter allerdings werden die Flüchtlinge verlegt. Im Laufe des Novembers werden sie voraussichtlich «unterirdisch in geschützten Spitälern untergebracht», sagt Hochuli im SonntagsBlick. Damit hat sich Hochuli vorerst dagegen entschieden, die Flüchtlinge in so genannten Ikea-Häusern unterzubringen, die in Hallen aufgestellt werden sollen. Anfang Oktober hatte es noch geheissen, dass eine oberirdische Unterbringung von Flüchtlingen vorteilhafter wäre - Frischluft und Tageslicht - als unter dem Boden. 

«Ich erachte das als absolute Notlösung»: Kathrin Fricker vom Netzwerk Asyl begutachtete am Mittwoch die Flüchtlings-Zelte.

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