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Hochuli für Arbeitseinsätze von Asylbewerbern – doch Umsetzung ist «schwierig»

In der SRF-Sendung «Der Club» zum Thema „Bedrohung Flüchtling?“ war der Aargau gut vertreten. Sowohl Regierungsrätin Susanne Hochuli als auch Zofingens Stadtammann Hans-Ruedi Hottiger diskutierten unter der Leitung von Moderatorin Karin Frei mit.

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Regierungsrätin Susanne Hochuli im SRF-Club.

Regierungsrätin Susanne Hochuli im SRF-Club.

Screenshot SRF

Wie kann und soll unser Land mit Flüchtlingen, insbesondere aus Eritrea, umgehen? Mit welchen Ängsten, Befürchtungen und Erwartungen begegnen Einheimische Asylbewerbern? Was kann die Schweiz vor Ort ausrichten?

Hottiger gab zu verstehen, dass die Ängste und Vorbehalte der Bevölkerung zu wenig ernst genommen würden. Da bestehe von Seiten der Politik und Behörden nach wie vor Handlungsbedarf. Nichts gehe über ehrliche, umfassende Informationen und Gespräche.

«Der Club» vom 4. August 2015:

Hochuli hob einen Aspekt besonders hervor: „Bei der ganzen Asylproblematik darf man eines nicht vergessen: Es geht um Menschen.“ Integrationsmassnahmen, wofür Bund und Kanton jährlich gut 100 Millionen Franken ausgeben, seien die Schlüssel einer vernünftigen Flüchtlingspolitik. Selbstverständlich dürfe man von Seiten der Asylbewerber Integrationsfähigkeit erwarten.

Hochuli und Hottiger befürworteten grundsätzlich die Forderung der CVP, die das Arbeitsverbot für Flüchtlinge in unserem Land aufheben will. Beide setzten aber grössere Fragezeichen hinter die praktische Umsetzung der Forderung.

Die Lebensumstände im totalitären Staat Eritrea seien schwierig und sehr mühsam, sagte Eduard Gnesa, der Sonderbotschafter Migration EDA. Zurzeit könne man keine Leute dahin zurückschicken. Eine Migrationspatenschaft mit Eritrea sei leider nicht möglich. Stefan Frey, der Mediensprecher der Flüchtlingshilfe, gab zu verstehen, dass man Veränderungen im afrikanischen Land nur durch internationale Abkommen auslösen könne. (az)