Die Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli ist als ehemalige Journalistin nicht gerade bekannt dafür, eine Verfechterin des medialen Service Public zu sein: Bis letzten Herbst hat sie keine Billag-Gebühren bezahlt. Erst als sie sich - notabene - in der SRF-Radiosendung "Focus" verplapperte, dass sie seit Jahren keine Billag-Gebühren bezahle, weil sie zuhause kein Radio- und TV-Geräte besitze und im Auto Musik höre, krebste sie zurück: Sie werde die Rechnung begleichen.

In ihrer neuesten "SonntagsZeitung"-Kolumne unter dem Titel "Phantom Service Public" nun greift sie die alte Geschichte nochmals auf, weil sie "noch immer nicht recht verstehe, weshalb ich für etwas bezahlen soll, das ich nicht nutze". 

Doch es geht der Regierungsrätin diesmal nicht um den Service Public insgesamt, sondern nur um den "billigen Klamauk", den der Staatssender SRG unter dessen Deckmantel betreibe.

Sie fordert den Staatssender auf, in seiner "audiovisuellen Grundversorgung der Bevölkerung" künftig auf "den branchenüblichen Schrott, (...) der einem die Neugierde auf die Welt im Keim erstickt" zu verzichten und hat dabei vor allem das Onlineportal im Auge. Das würde nicht zu den Kernaufgeben der SRG gehören. Im Übrigen gönne sie sich gerade ein "medienfreies Wochenende". (fam)

Hochuli wollte die Billag-Rechnungen nicht bezahlen.

Hochuli wollte die Billag-Rechnungen nicht bezahlen.