Das Aargauer Stimmvolk wird am eidgenössischen Abstimmungssonntag vom 18. Mai auch über die kantonale Volksinitiative «Ja für Mundart im Kindergarten» entscheiden. Das beschloss der Regierungsrat, wie aus dem «Amtsblatt des Kantons Aargau» vom Freitag hervorgeht.

Die Schweizer Demokraten wollen mit dem Begehren erreichen, dass im Kindergarten grundsätzlich Mundart gesprochen wird. Das Parlament und die Regierung lehnen die Volksinitiative ohne Gegenvorschlag ab. Sie wollen die hochdeutsche Sprache nicht aus dem Kindergarten verbannen.

Der Regierungsrat legte im neuen Lehrplan fest, dass die Kindergärtnerinnen und Kindergärtner künftig nur noch während eines Drittels der Unterrichtszeit Hochdeutsch sprechen sollen.

Die neue Regelung tritt am 1. August 2014 in Kraft. Seit Beginn des Schuljahres 2008 gilt im Aargau, dass die Kindergärtnerinnen während der Hälfte der Zeit die Standartsprache benutzen sollen.