Wegen der Hitzewelle hat das Kantonsspital Baden (KSB) am Donnerstag eine Glacé-Aktion durchgeführt. Im ganzen Spital erhielten die Patienten eine Glacé offeriert. Patientin Bernadette Müller freut sich in der Sendung «Fokus» von Tele M1 sehr über die Überraschung: «Etwas Kaltes ist für mich wirklich genial.» 

«Es ist einfach eine heisse Woche – aber einmal pro Jahr ist die Glacé eine Überraschung der Spitalleitung für ihre Patienten», erklärt Christa Locher, Leiterin Service Hotellerie KSB. Damit möchte das Spital die Patienten über die Folgen der Hitze aufklären. «Bei diesen Temperaturen ist auch eine Kühlung des Körperinnern sehr wichtig», erklärt Mediensprecher Omar Gisler.

Wachsam bleiben

Generell muss man bei hohen Temperaturen darauf achten, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Weiter erklärt Vesna Stojanovic, Leitende Ärztin Akutgeriatrie KSB: «Man sollte sich im Schatten aufhalten, leichte Kleidung tragen und verteilt über den Tag kleine Mahlzeiten zu sich nehmen.» Besonders bei älteren Personen ist Vorsicht geboten. «Angehörige sollten wachsam bleiben und dafür sorgen, dass sie genügend Flüssigkeit zu sich nehmen.» 

Was aber wenn es schon zu spät ist? Woran erkennt man einen Hitzeschlag oder einen Sonnenstich? «Trockene Lippen, trockene Haut, Schwindelgefühl, Übelkeit und Kopfschmerzen treten häufig als Symptome auf», erläutert Stojanovic. Personen mit Nieren- und Herzproblemen oder solche, die Medikamente mit Nebenwirkungen für den Kreislauf einnehmen, sollten bei diesen Anzeichen einen Arzt aufsuchen. «Bei gesunden Personen kann man versuchen, sie mit Flüssigkeit, Schatten und einer kalten Dusche zu pflegen.» Sollte das nicht helfen, rät sie, einen Arzt aufzusuchen. (cgi)