Es war der grösste Terroranschlag in der Schweizer Geschichte: Wegen eines Bombenattentats stürzte vor 43 Jahren eine Swissair-Maschine in Würenlingen ab. 47 Menschen sterben, darunter auch die Stewardess Doris Rusca, damals 24-jährig.

Flugzeugabsturz in Würenlingen

43 Jahre nach dem Flugzeugabsturz in Würenlingen kämpfen zwei Aargauer für Gerechtigkeit.

Ihr Neffe Rene Spahr sucht heute noch nach Antworten. Ihn treibt die Frage um, wieso die palästinensischen Drahtzieher nicht vor Gericht gestellt wurden.

Bei der Aufklärung des genauen Tathergangs hilft ihm der "Beobachter"-Journalist Otto Hostettler. Seit drei Jahren kämpfen sie gemeinsam gegen das Vergessen. Hostettler sagt gegenüber dem regionalen TV-Sender Tele M1: «Die polizeilichen Ermittlungen waren damals minutiös. Seit der Fall aber bei der Bundesanwaltschaft gelandet ist, geht de facto eigentlich nichts mehr.»

Warum im Fall nichts mehr geht, ist unklar. Vor einem Jahr hat René Spahr Michael Leupold geschrieben, dem Direktor des Bundesamtes für Justiz und designierter Chef der Aargauer Kantonspolizei. Die Antwort: «Zurzeit seien keine weiteren Ermittlungen zu den Drahtziehern geplant.» Trotzdem werden Spahr und Hostettler weiterkämpfen. (fam)