Corona-Pandemie
Hilferuf einer SVP-Grösse: Aargauerin Michelle Rütti schreibt dem Bundesrat einen speziellen offenen Brief

Die Aargauer SVP-Politikerin und Unternehmerin Michelle Rütti appelliert auf spektakuläre Weise an den Bundesrat.

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Michelle Rütti-Kummli: «Die Lage ist wirtschaftlich derart angespannt, dass die Wirtschaft in Kürze total einbricht.»

Michelle Rütti-Kummli: «Die Lage ist wirtschaftlich derart angespannt, dass die Wirtschaft in Kürze total einbricht.»

Pascal Meier

Die Unsicherheit, wie es nach dem Lockdown weitergehen wird, ist gross: Wirtschaftsgrössen und hochkarätige Experten präsentieren ihre Ideen. In diese Diskussion hat sich die 35-jährige Seetalerin Michelle Rütti-Kummli eingeschaltet. Mit einem offenen Brief an den Bundesrat, den sie als viertelseitiges Inserat in die «NZZ am Sonntag» einrücken liess.

Michelle Rütti unterzeichnete als CEO. Sie ist Chefin und Inhaberin der Kummli Netzwerke GmbH, die laut eigener Darstellung «seit bald 20 Jahren ausschliesslich Entscheider aller Branchen von KMUs bis Global Player vernetzt». Gründer des Unternehmens ist Michelles Vater Rolf Kummli. Im Beirat sitzen Prominente wie die CEOs von Schindler Aufzüge AG, Rhenus Alpina AG und Doetsch Grether AG.

«Aufgrund unserer Tätigkeit sind wir täglich im Austausch mit Unternehmern, CEOs und Verwaltungsräten von KMUs aller Branchen», schreibt Michelle Rütti im offenen Brief. «Folglich geht uns der Ruf ‹das Sprachrohr der Schweizerischen KMUs› voraus.» Für Michelle Rüti ist klar: «Die Lage ist wirtschaftlich derart angespannt, dass die Wirtschaft in Kürze total einbricht.» Für die Seetalerin ist klar: «Es rollt eine ungebremste Wirtschaftskrise mit all ihren Folgen (wie Depressionen, Selbstmordrate, Sozialfälle, gesellschaftliche Spannungen etc.) auf uns zu, die es zu stoppen gilt!»

Michelle Rütti fordert «mit dem Rückhalt von über 500 Unternehmern aus der Schweiz», dass die Arbeitskräfte ab kommendem Montag unter Einhaltung der nötigen Vorsichtsmassnahmen und Hygienevorschriften schrittweise wieder an ihren Arbeitsplatz geschickt werden. Dann seien auch die Ladenschliessungen aufzuheben. Schliesslich fordert sie den «sofortigen Beginn des regulären Schulunterrichts» und «die Aufrechterhaltung eines wirksamen Grenzschutzes mit Verstärkung des Grenzwachtkorps».

Michelle Rütti ist politisch sehr ambitioniert. Sie ist Vizepräsidentin der SVP Aargau und Mitglied des Parteivorstandes der SVP Schweiz. Im Bezirk Lenzburg ist sie auf dem ersten Ersatzplatz der Liste der SVP-Grossräte. (uhg)

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